Bodenblog

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Sonntag, 10. Juni 2012

Desmodium und Knöllchenbakterien, Flechten


Definition Symbiose:

Unter einer Symbiose versteht man ganz allgemein das Zusammenwirken zweier Systeme zum beiderseitigen Vorteil. In der Biologie findet sich oft eine Symbiose zwischen verschiedenen Organismen. Solche Beziehungen sind immer dann erfolgreich, wenn sich dadurch die Überlebenschancen beider Partner erhöhen. Die Symbiose beruht auf der Basis, dass die Wirtspflanze (Leguminose) den Symbionten (Bakterium) mit Energie und Kohlenstoffassimilaten versorgt.

Beispiel Knöllchenbakterien:

Kurz gefasst:

An den Wurzeln von Hülsenfrüchten siedeln sich Knöllchenbakterien an, da sie von den Wurzelausscheidungen leben können. Die Hülsenfrüchte wiederum können mit Hilfe dieser Knöllchenbakterien Stickstoff direkt aus der Luft binden und als Nährstoff verwenden.



Erklärung:

Knöllchenbakterien sind:  in Symbiose mit Schmetterlingsblütlern lebende, Stickstoff bindende Bakterien. Die Infektion der Wirtspflanzen erfolgt an der jungen Wurzel, deren Rindenzellen durch die eingedrungenen Knöllchenbakterien zu lebhafter Teilung veranlasst werden. Dabei bilden sich die Knöllchen, in denen sich die Knöllchenbakterien zunächst auf Kosten der Wirtspflanze mit Kohlenhydraten und Wirkstoffen versorgen. Die notwendigen Stickstoffverbindungen werden durch die Bindung von Luftstickstoff gewonnen. Später verändert sich das Zusammenleben zwischen der Wirtspflanze und den Knöllchenbakterien zu einem Parasitismus seitens der Wirtspflanze. Die Knöllchenbakterien werden von der Wirtspflanze verdaut, und der von ihnen gebundene Stickstoff wird verbraucht. Bei der Gründüngung werden die Wirtspflanzen untergepflügt, um den Stickstoffgehalt des Bodens zu verbessern. Solche landwirtschaftlich wichtigen Stickstoffsammler sind: Erbsen, Wicken, Bohnen, Lupinen, Seradella, Luzerne, Esparsette, die Kleearten, Sojabohnen u. a. Schmetterlingsblütler. Zur Impfung der Böden mit Knöllchenbakterien stehen Handelspräparate zur Verfügung. Nitrifikation, Wurzelknöllchen.


Der Vorteil daran: Knöllchenbakterien (Rhizobien) sind häufig vorkommende Bodenbakterien. Sie gehen mit Leguminosen eine Symbiose ein. Dabei binden sie Luftstickstoff und machen ihn für die Pflanze verfügbar. Die Pflanze stellt den Baktierien organische Stoffe zur Deckung ihres Energiebedarfs zur Verfügung. Rhizobien aus der Gattung Bradyrhizobium gehen eine spezifische Symbiose mit Sojabohnen ein.


Beispiel Flechten:


Kurz gefasst: Die Flechte ist eine Lebensgemeinschaft von zwei Partnern, die sich gegenseitig versorgen: Pilz und Alge: Der Pilz liefert den Algen Wasser und Nährstoffe, die Algen besorgen den Pilzen die Kohlenhydrate. So braucht keiner der beiden über die Rinde in das innere Gewebe der Pflanzen einzudringen. Die besiedelte Pflanze bleibt heil.


Von: Zinnia Arndt









Ethik in der Nutztierhaltung

Einleitung:
Bevor man beginnt über die Ethik zu sprechen, sollten bestimmte Definitionen klar sein, denn häufig werden die Begriffe wie Moral und Ethik verwechselt oder zusammengeworfen.
Die Ethik ist, einfach ausgedrückt, ein Denksystem, das definiert, was gut und was böse ist und wie man sich im täglichen Handeln zu entscheiden hat. Somit entsteht eine Anleitung zum richtigen  Handeln und das gehört zum Teilgebiet der Philosophie. Diese beschäftigt sich mit den Grundlagen der menschlichen Werte, Normen und der allgemeinen Moral und die   Probleme dessen betreffen die Motive, Methoden und die Folgen menschlichen Handelns.
Schafe auf Weide © Copyright Patrick Mackie and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.
Die Ethik in der Nutztierhaltung steht in Teilen der Öffentlichkeit. Schlagwörter wie „Massentierhaltung“ und „Tierfabriken“ unterstellen ein mangelndes Verantwortungsgefühl der Tierhalter gegenüber ihren Tieren. Hier treffen Vorstellungen und Bilder der Landwirtschaft aufeinander. Der gesellschaftliche Konflikt ist vorprogrammiert. Nutztiere sind ebenso empfindsame Lebewesen. Die Verantwortung des Tierhalters liegt darin, auf ihre Leidensfähigkeit Rücksicht zu nehmen. Dies ist ein Grund dafür, dass eine Belastung der Tiere gerechtfertigt werden muss. Je höher die Belastungen sind, desto mehr Gewicht muss ein rechtfertigender Grund haben.

Veränderung im Moralbegriff:
Die Menschheit entwickelt sich moralisch weiter, denn was gestern moralisch legitim war,  wird heute problematisiert. Unser moralischer Horizont hat sich in der Vergangenheit Stufenweise verändert und somit wurden Nutztiere zu Wesen, die aus moralischen Gründen unsere Rücksicht verdienen. Diese Entwicklung sollte dazu führen, dass wir Tieren grundsätzlich Achtung entgegen bringen. Nicht nur unsere Moralvorstellungen haben sich verändert sondern auch die landwirtschaftlichen Produktionsweisen. In kurzer Zeit hat sich das Bild der Landwirtschaft in vielen Hinsichten gewandelt. Beispielsweise wird das Leben der Tiere nun in Produktionsabschnitten geteilt und das wird oft auf Kosten des Tierwohls gestaltet oder nur noch eine kleine Menge von Tierrassen werden in großen Beständen genutzt und der Rest, somit die „alten“ Rassen, sterben aus. Ebenso wird diskutiert, ob man mit genetischen Methoden die Tiere weiter unserem Zweck angepasst werden sollen. Die aktuellen und ständig erweiternden technischen und technologischen Möglichkeiten bieten das an und verändern somit die Landwirtschaft gravierend und werden dies weiterhin tun. Doch ist unser wachsendes Bewusstsein gegenüber unserer Verantwortung der leidensfähigen Tiere ein Thema das der  Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung gegenüber steht. Dennoch bleiben zwei Punkte gleich:
Ø  Ob Intensivhaltung, extensive Nutztierhaltung, spezialisierter oder gemischter Betrieb, Landwirte tragen die Verantwortung für das Wohl der einzelnen Tiere, die sie besitzen. Sie gelten als moralisch handlungsfähige Menschen und haben somit die Verantwortung für das Wohl der von ihnen gehaltenen Tiere und tragen aufgrund dessen die moralische „Pflicht-Verantwortung“.

Ø  „Sollen setzt ein Können aus“. Das heißt, dass die Verantwortung nur soweit reicht, wie der Gestaltungsspielraum und Handlungsspielraum bietet. Wenn ein Akteur das Ziel nicht erreichen kann, kann die Handlung von ihm nicht verlangt werden, auch wenn es zu noch so guten Zielen führen würde.

Diese zwei Punkte verdeutlichen, dass die Sachzwänge moralische Verantwortung über den Bereich möglicher Handlungen einschränken können, aber nur, wenn es sich um Bedingungen handelt, in der die Veränderung nicht in der Macht des Nutztierhalters liegt. Die Verantwortung gegenüber den gehaltenen Tieren besteht dennoch, auch wenn auf Grund der Möglichkeiten, die dem Nutztierhalter zur Verfügung stehen, die moralische Verantwortung durch bestimmte Umstände verändert werden können. Dennoch stehen die Nutztierhalter immer in der Pflicht, für das Wohl ihrer Tiere zu sorgen. Wenn dies erfüllt ist, kann man darüber reden, in wie weit diese Verpflichtung reichen soll.


Voraussetzung für eine tiergerechte Behandlung 
Ø  Rücksichtnahme auf die Interessen und Bedürfnisse von Tieren ist grundlegend und die Voraussetzung für eine tiergerechte Behandlung
Ø  Wissen über die grundlegende Interessen und Bedürfnisse ist zentral
Verhaltensansprüche, physiologische und psychologische Bedürfnisse der Tiere sind grundlegend für eine angemessene Tierhaltung
Ø  Physiologische Bedürfnisse
Ø  Psychologische Bedürfnisse
Ø  Verhaltensansprüche
Das Tier darf nicht im Nutzen für den Menschen aufgehen!


Kühe beim Weiden - Photo: cc by-nc-nd B. Monginoux / Landscape-Photo.net



Wer trägt die Verantwortung:

„Ethik in der Nutztierhaltung“ gilt als Konflikt zwischen ethischen Ansprüchen und den Landwirten, die sich weigern Tierschutzforderungen zu erfüllen. Somit wird sich die Situation der Tiere in den Ställen nicht viel ändern. Das Ziel ist es die ethische Verantwortung und Mitverantwortung relevanter Akteure zu thematisieren und sie sinnvoll zu verteilen, denn es genügt nicht die Verantwortung nur bei den Nutztierhaltern oder bei anderen Sachzwängen zu suchen. Das wichtigste ist es, dass Tierschutz in der Landwirtschaft alle etwas angeht, da wir durch unser mitwirken etwas verändern können. So wie bei den Nutztierhaltern wird auch bei den Mitverantwortlichen die moralische Verantwortung nach Handlungsoptionen, die ihnen zur Verfügung stehen, bestimmt, die dann zu mehr Tiergerechtigkeit führen.

Mitverantwortung für Änderungen innerhalb der Rahmenbedingung:

Wissenschaftler/Forscher:

Sie informieren die Landwirte und stellen ihnen Wissen zur Verfügung und zeigen Möglichkeiten auf. Alternativen und Hilfestellungen werden geboten, die die Bedingungen,  der landwirtschaftlichen Praxis, berücksichtigen. Denn Tierschutz in der Praxis wird wesentlich von der Entwicklung tierfreundlicher Haltungssysteme und Praktiken abhängig. Das ist ein Grund, dass man ökonomische Auswirkungen, Konflikte zwischen Hygiene/Tiergesundheit und Tiergerechtigkeit in die Forschung zu adressieren. Ebenso sind sie verantwortlich für die Beurteilung der Tiergerechtigkeit  in Eingriffen und Haltungssystemen. Das ist die Grundlage, um gesetzliche Regelungen zu entwerfen.


Veterinärmediziner:

Die Verantwortung liegt darin, Landwirte vor Ort in Sachen Tierschutzrecht, Tiergerechtigkeit und Tiergesundheit aufzuklären. Die Berufung der Tierärzte liegt darin, für das Wohl der Tiere einzutreten. Hierbei können oftmals Konflikte entstehen.

Ø  Strategische Konflikte            -> Beratung vs. Kontrolle

Ø  Wirtschaftliche Konflikte       -> Medikamentenverteilung vs. Gesundheitsprogramme  

Ø  Ethische Konflikte                  -> ungleiche Behandlung von Nutz und Heimtieren
Diese sind zu bewältigen. Ebenso können sie Erfahrungen aus der Praxis für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen zu Verfügung stellen und haben direkten Kontakt zu den Landwirten.
Interessenvertreter:
Ihre Verantwortung liegt beim Tierschutz und dessen Unterstützung. Sie müssen auch Informationen über die Entwicklungen preisgeben. Denn Landwirte können nur durch Weiterbildungsprogramme und bestimmte Hilfe bei der Planung und Umsetzung tierfreundlicher Haushaltssysteme mit agieren.  Die Interessenvertreter und die Verbände sind auch dafür zuständig für das Anliegen der Landwirtschaft zu kommunizieren und dies in Richtung Öffentlichkeit. Somit können sie auch auf die Politik  druckausüben und auf finanzielle Unterstützung hinwirken, um tierfreundlichere Haltungssysteme einzurichten.
Agrar-Marketing:
Ein Marketing, das mit idealisierten und romantischen Bildern der Landwirtschaft arbeitet, läuft auf Gefahr der Radikalisierung  der Tierschutzdebatte aus. Sie müssen Glaubwürdige Informationen über den Tierschutz transportieren, sodass die Bürger Aufmerksamkeit schenken und die Landwirtschaft in ihren Bemühungen um Tierschutz zu unterstützen. 
Öffentlichkeit:
Die Rolle der Bürger besteht darin, dass sie als Verbraucher über ihre Kaufentscheidung bestimmte Produktzweige stützen. Dadurch werden die ökonomischen Möglichkeiten ausgeweitet. Das heißt, wenn die Bürger durch ihre Kaufentscheidung in ihrer Rolle als Verbraucher darauf hinarbeiten, dass mehr Geld in Tiergerechte Nutztierhaltung fließt, werden die Möglichkeiten größer, aber nur wenn die Gewinne an die Nutztierhalter weitergeleitet werden. 
Gesetzgeber:
Die Gesetzgeber haben eine schwierige Verantwortung. Sie müssen darauf achten, dass nicht nur das Tierschutzgesetz, sondern auch andere Gesetztestexte die Tierpraxis beeinflusst. Sie muss wichtige Rechttexte für die Möglichkeiten zur Verwirklichung tierschützerischer Ziele  aufsetzten.
Handel:
Die Verantwortung liegt darin, dass man höhere Verkaufserlöse weitergibt, denn es macht nur Sinn wenn etwas vom Verkaufserlös an den Landwirten gelangt, um dann tierfreundlicher zu produzieren.

Konflikt zwischen Ökonomie und Tierschutz:
Durch die Nutztierhaltung kommen weitere umweltverschmutzende Probleme auf. Sie verunreinigen das Grundwasser zum Beispiel in Form von Gülle, welche zum Düngung auf den Feldern ausgebreitet wird. Durch den Anbau von Tierfutter gerät eine Menge an Stickstoff in die Meere. Diese führen zu einer explosionsartigen Vermehrung von Meeresalgen. Diese schaden andere Meerespflanzen. Im schlimmsten Fall kommt es zu „toten Zonen“, in denen alle Meerespflanzen und Tiere aussterben. Ebenso belastet die Massentierhaltung die Luft. Futtermittel und Tierfäkalien produzieren Mengen an Staub, der wiederum an Bakterien und diese enthalten Pilze und Schimmel. Nach vielen Forschungen wurde auch festgestellt, dass Nutztiere über ihre Ausscheidung toxische Gase wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak an die Luft abgeben. Auch Fleisch, Eier und Michproduktionen sind Umweltschädlich, denn sie gelten als größten Verursacher von Kohlendioxid-Ausstoß. 18 % der weltweiten Treibhausabgase geht auf das Konto der Massentierhaltung. Nach den Zahlen übertrifft dies sogar den Transportsektor, denn diese betragen nur 13 % an den Gesamtemissionen. Somit wäre fleischessen klimaschädlicher als Autofahren.

Lösungsansatz:
Vegetarismus ist Umweltschutz“.
Kein Fleisch zu essen oder dies zu verringern wirkt sich doppelt positiv auf die Umwelt aus. Erstens wird dadurch ein großer Teil der  Umweltverschmutzung vermieden, die bei  der Fütterung, Aufzucht und der Verarbeitung von Schlachttieren entsteht. Dazu zählen der Einsatz von Energie, Wasserbelastung durch Tierfäkalien und ebenso Antibiotika, Pestiziden und Düngern. Die Vegetarische Ernährungsweise hat einen deutlich geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie Wasser, Energie und Luft. Somit würde man die knappen natürlichen Ressourcen durch die fleischlose Ernährung schonen. Man kann zwar nicht von einem Tag auf den anderen aufhören Fleisch zu essen, aber man kann es verringern, somit würde das Fleisch an sich wieder an Wert gewinnen, zumal man früher nur einmal in der Woche, Sonntags, Fleisch gegessen hat. Es sollte möglich sein seine eigenen Ansprüche etwas runter zu schraubt, denn somit könnte man einige Tiere retten, die Umwelt schützen  und sich gesünder Ernähren.

Vergleich der Tierhaltung Zuhause und der Landwirtschaft
Schweinemast - Bild-Quelle: Harald Wilfer
Tierschutz in Deutschland ist seit 2002 im Grundgesetzbuch verankert. Dennoch ist die Realität von Tierfabriken bestimmt. Über 50 Millionen Hühner und Puten, 30 Millionen Schweine und Millionen von Rindern werden in Anlagen gesperrt, indem sie aus Kostengründen auf engsten Raum gehalten werden. In den Käfigen haben sie kaum eine Möglichkeit sich zu bewegen und ebenso haben sie kaum Licht. Über 90 % der Schweine in Deutschland verbringen ihr ganzes Leben in engen, dunkeln Ställen, die von Eintönigkeit geprägt sind. Aus Langeweile kauen sie sich ihre Schwänze ab. Damit das nicht geschieht trennt man bei jungen Ferkeln einfach die Schwänze ab und das ohne Betäubung. Ebenso werden Antibiotika als Leistungsförderer benutzt, obwohl sie zwar seit 2006  verboten sind , dennoch greifen viele darauf zurück. Die Menge der eingesetzten Antibiotika sind in den Regionen wie Niedersachsen erheblich gestiegen.

Haushund - Bildquelle: Yoda dog
Die aufgezählten Punkte zeigen eine weniger Artgerechte Tierhaltung. Angemessen wäre es wenn die Tierhaltung sich an die Lebensbedingungen der Tiere orientiert und besonders angeborene Verhaltensweisen der Tiere beibehält oder Rücksicht drauf nimmt. Somit würde man, im Gegensatz zur Massentierhaltung, sich an die Bedürfnisse der Tiere anpassen.
Sie würden mehr Platz zum Leben, bewegen und essen haben. Ebenso sind sie in der freien Natur und können sich individuell ausfalten. Die oben genannten Probleme wären nicht mehr ein Bestandteil im Leben der Tiere.

Fazit:
Es wäre zu schön um Wahr zu sein, wenn nur durch Druck aus Tierschutzorganisationen, Politik, Medien und der Öffentlichkeit die Landwirte moralisch gut handeln. Wenn es um das Wohl der Tiere geht, müssen sie in der Verantwortung gegenüber den Tieren unterstützt werden. Denn es muss eine Lange Zeit vergehen bis moralisches Handeln finanziell belohnt und unmoralisches Handeln finanziell bestraft wird. Bis dahin sollte man die Ethik in der Landwirtschaft als gemeinsames Projekt ansehen, das erst durch das Mitwirken vieler Menschen ein positives Ergebnis erreichen kann. Nur so hat man guten Grund anzunehmen, dass ein Fortschritt im Sinne der Tiergerechtigkeit erzielt wird. Die Voraussetzung dafür ist es, das die Landwirte glaubwürdig für Tiergerechtigkeit eintreten und diese auch publik machen und somit auch  kommunizieren. Vielleicht wird der Gegenwind, der aktuell ins Gesicht weht, mit der Zeit, irgendwann, zum Rückenwind.

Quellen:
Buch : Ethik in der Nutztierhaltung

von Dilara Özdemir





Dienstag, 5. Juni 2012

Fruchtfolge

Was ist eine Fruchtfolge ?
Fruchtfolge ist die zeitliche Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen auf ein und demselben Feld. Kulturpflanzen, die lange Zeit im gleichen Feld gepflanzt werden, entziehen dem Boden über Jahre hinweg die gleichen wichtigen Pflanzennährstoffe und laugen den Boden aus.Der Boden ist müde und es breiten sich tierische Schädlinge, Pilze und Krankheitserreger aus. Die Verunkrautung nimmt zu.Der Boden sollte nachhaltig bepflanzt werden. Eine wichtige Rolle bei der Fruchtfolge spielt die Art und Weise des Anbaus. Es muss darauf geachtet werden, dass die Reihenfolge der Planzen zueinander passt. Für eine passende ReihenfolgePlanzen muss man sich nach ihren Eigenschaften richten. Diese Eigenschaften kann man in Gruppen einteilen.


Getreide und Pflanzengruppen und ihre Eigenschaften 
STARKZEHRER                           MITTELZEHRER                SCHWACHZEHRER

Kohlarten wie                             Zwiebeln                               Bohnen
  
Rot- Weißkohl                            Knoblauch                            Leguminosen
Wirsing                                      Möhren                                 Kräuter
Blumenkohl                                Rote-bete                              Erbsen
Rosenkohl                                  Fenchel                                  
Chinakohl                                   Salatarten
Gurken                                       Spinat
Kartoffeln                                    Schwarzwurzel
Lauch                                         Radieschen
Sellerie                                       Kohlrabi
Kürbis                                         Paprika
Zucchini                                      Melone
Tomaten
Rhabarber


Unter Starkzeheren versteht man Planzen die besonders viele Nährstoffe aus der Erde brauchen,unter Mittelzehrern versteht man Pfanzen die mittelmäßig viele Nährstoffe aus der Erde benötigen und unter Schwachzeheren versteht man planzen die kaum nährstoffe aus der Erde brauchen und in den meisten Fällen sogar noch Stickstoff und andere wichtige Dinge an den Boden zurück geben.
Am besten kann man Fruchtfolgen anhand von Beispielen erklären.

Konventioneller Landbau
Der Konventionelle Landbau verzichtet auf eine abwechslungsreiche Fruchtfolge,um mehr auf dem Weltmarkt gefragte Getreidesorten zu erzeugen. Die Bodenfruchtbarkeit die dadurch stätig steigt und der Schädlingsbefall der immer mehr zunimmt wird mit chemisch-synethischen Düngemitteln und Pestiziden ausgeglichen. Die Konventionelle Fruchtfolge besteht meistens nur aus Gerste,-Weizen,-Mais, in immer gleicher Anbaureihenfolge. In immer gleicher Anbaureihenfolge bedeutet, dass im 1.Jahr Weizen, im 2.Jahr Gerste und im 3. Jahr Mais angebaut wird, dieser Ablauf wird Jahr für Jahr wiederholt. Manche Bauern verzichten darauf sogar ganz und bevorzugen eine immer gleichbleibende Monokultur. Der Begriff Monokultur bedeutet, dass jedes Jahr das gleiche Getreide angebaut wird. Durch den Konventionellen Bodenanbau macht sich die Ermüdung des Bodens, lanfristig nach 10-bis 20 Jahren bemerkbar.

Bsp. 2
Kontrolliert- biologischer Anbau

Im Ökologischen Landanbau wird auf eine Abwechslungsreiche Fruchtfolge geachtet, diese liefert dem Boden den nötigen Stickstoff und laugt ihn nicht einseitig aus. Durch die Vielseitigkeit der Fruchtfolge werden Ackerbeikräuter und Schädlinge auf dauer reduziert. Die Fruchtfolge richtet sich nach Klima und Bodenverhältnissen und geht auf alte ackerbauliche Erfahrungen zurück.Einen wichtigen Bestandteil in dieser  Fruchtfolge bilden wichtige Stickstoffbindende Leguminosen und Hackfrüchte. Im Optimalen fall sollte Getreide nicht öfters als 2 mal, maximal 3 mal hintereinander Angebaut werden.Wenn ein Bio-Landwirt die Fruchtfolge anlegt muss er berücksichtigen, dass er sie für mehere jahre im voraus plant um den Boden nicht Nachhaltig auszulaugen.

Hier ein Beispiel zur Fruchtfolge eine Bio-Landwirts
1.Jahr Weizen 2.Jahr Hackfrüchte ( Möhren,Rotebeete, Kartoffeln, Futterrüben,Weißkraut, Rotkraut)
3.Jahr Roggen
4.Jahr Hafer
5.Jahr Rotklee (Gründung und Viehfutter)
6.Jahr Weizen
7.Jahr Hackfrucht
8.Jahr Weizen
9.Jahr Roggen
10.Jahr Luzerne
11.Jahr Luzerne
12.Jahr. Die Abfolge beginnt von neuem


Zwei- und Dreifelderwirtschaft in der frühen Geschichte
Im Frühmittelalter und der Antike war die Zweifelderwitschaft üblich. In der Zweifelderwirtschaft wurde der Acker in zwei Hälften geteilt, die eien Hälfte des Feldes lag brach. Wenn das Feld brach liegt, bedeutet das, dass es einfach nicht bestellt wurde um den boden eine Ruhepause zu gönnen damit sich die Bodengegebenheiten wieder entspannen können. Die Dreifelderwirtschaft war seit dem Mittelalter, etwa 1100 n. Chr. in Europa weit verbreitet.Im Hochmittelalter wurde durch die Einführung neuer Geräte (Pferdeflug) das flächendeckende Dreifeldersystem eingeführt. Im Jährlichen wechsel wurde ein Acker mit dem vor dem Winter gesäten Wintergetreide Roggen und Emmer bestellt. Der zweite Acker wurde dann mit dem nach dem Winter gesäten Sommergetreide bestellt. Das dritte Feld lag für dieses Jahr brach, damit es sich erholen konnte.Durch die Dreifelder wirtschaft stieg der Ertrag der Bauern an, zudem wurden die oft ungeklärten Besitzverhältnisse geregelt. Der Anbau von Rotklee auf der Brache, der den Stickstoff gehalt des Bodens stark verbesserte steigerte die erträge im 18. Jh. nochmals.Im 19. Jh. jedoch wurde das Dreifeldersystem von der Fruchtwecheselwitschaft abgelöst und steigerte die Erträge nochmals.

Fruchtfolgen und Kunstdünger für den Langfristigen Ertrag

In der Landwirtschaft ist es sehr wichtig vorauszudenken, da wir auch noch in Hunderten von Jahren Nahrungsmittel brauchen. Jetzt stellt sich die Frage, was besser ist, Kunstdünger oder doch die alternative Fruchtwechselwirtschaft.In der "modernen" Landwitschaft wird weniger auf die Alternative Fruchtfolge als mehr auf Kunstdünger gesestzt. Kunstdünger ist keine Optimale Lösung für Nachhaltige Landwirtschaft. Oftmals ist es hilfreich in den ersten Jahren der bestellung der Felder, doch schon nach mehrer Jahren ist der Boden ausgelaugt oder übersäuert, die Pflanzen können nicht mehr wachsen.Gerade in den Ländern in denen die Hungersnot am größten ist, z.B.Entwicklungsländer ist es wichtig eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Die nachhaltigere Methode ist die Fruchtwechselwitschaft. Da sie dem Boden nach und nach immer Ruhe gönnt und Bei der bestellung darauf geachtet wird das die Pflanzen den Boden nicht nur aussaugen sondern auch etwas zurück geben hat diese Methode mehr Erfolg. Besonders in den Entwicklungsländern, wie zum Beispiel  in China ist der Boden von Natur aus sehr Sauer, dass bedeutet wenn die Bauern den Boden zusätzlich mit synthetischen Düngemitteln Düngen übersäuert der Boden vollständig und er kann nicht mehr Bepflanzt werden. Das würde bei der Fruchtfolge nicht passieren da der Boden durch die abwechslungsreiche Bepflanzung immer ausgeglichen ist. Ich denke die Nachhaltigkeit spielt eine sehr große Rolle und man sollte in Zukunft auf Fruchtwechselwirtschaft umsteigen um eine Zukunft mit weniger Hungernden zu schaffen.

Von Emelie Torres

QUELLEN:
http://www.oscorna.de/fruchtfolge.html
http://www.infofarm.de/dsd/virtual_expo/pavillon_160/sources_pavillon_160/zeit/ff_regeln.htm
http://fruchtfolge-im-garten.uwe-braunsdorf.de/
http://www.naturkost.de/basics/i1019.htm
http://www.wikipedia.de/
DLG-Buch Seite 86, 87,88, 89

Montag, 21. Mai 2012

Tropfen für Tropfen mehr Ertrag


Bewässerungsverfahren im Vergleich


Wasser ist eine der knappesten Ressourcen weltweit. Gerade  Kontinente wie Afrika oder Südasien kämpfen mit niedrigen vorhandenen Mengen. Der Vergleich von künstlichen Bewässerungsverfahren soll nun zeigen, wie mit weniger mehr gemacht wird und wo sich welche Verfahren am besten verwenden lassen.
Die folgenden Verfahren lassen sich in die Oberflächenbewässerung und unterirdische Bewässerung einteilen. Zu der Oberflächenbewässerung gehören mitunter auch Stau- und Rieselverfahren. Die unterirdische Bewässerung enthält ein Verfahren, das auch als Oberflächenbewässerung genutzt werden kann.
Zuerst einmal ist zu sagen, dass die Oberflächenbewässerung meist sehr günstig und ohne großen Aufwand praktiziert werden kann. Ihr großer Nachteil ist jedoch die hohe Austrocknungsquote, die bei  unterirdischen Bewässerungsverfahren (vor allem  in heißen bis trockenen Ländern) wesentlich geringer ist.


Die Stauverfahren, welche sich in 3 Unterkategorien einteilen lassen, gehören zu den weltweit am häufigsten angewandten Verfahren und sind aber bei der Wasserverbrauchsmenge am ungünstigsten.


Beim Beckenstau, der sich für Felder mit leichtem Gefälle von <0,1% eignet,  werden 20 bis 40 cm hohe Beckendämme horizontal ausgelegt. Der Beckenstau ist weniger günstig  für Gefälle mit mehr als 0,1%, denn dann müssten Terrassen angelegt werden.
Beim typischen Beckenstau werden blockweise Becken  durch Zuleitungs- und Entwässerungskanäle zusammengefasst, die nacheinander, beginnend mit dem höchstgelegenen Becken, bewässert werden. Ein großer Nachteil der hier sichtbar ist, ist der große Verbrauch an Wasser, das auf einer Seite eingelassen wird, durch die Becken fließt  und auf der andern Seite wieder abgelassen wird, damit eine konstante Höhe von ca. 20- 30 cm. herrscht.


Der Flächenstau ist ähnlich wie der Beckenstau, aber seine Fläche ist weitaus größer. Ein weiter Unterschied ist, dass das Wasser nicht fließt, sondern steht und die komplette Fläche bedeckt.
Eine  andere Art von Stauverfahren zeigt der Furchenstau, der wie der Name schon sagt, nur die Furchen im Feld  mit Wasser bedeckt. Das Feld ist somit nie komplett bedeckt, was den Vorteil hat, dass die gesamte Wasseroberfläche geringer ist und somit auch die Verdunstung.

Reisfeld in Thailand
Letztendlich lässt sich feststellen, dass Stauverfahren einen enormen Nachteil mit sich tragen: Den großen  Wasserverbrauch (die Wassernutzeffizienz liegt gerade mal bei 40- 50 %).
Aber auch Bearbeitung der Felder gestaltet sich schwieriger. Dennoch wird  für viele Pflanzenkulturen der Beckenstau angewandt ( z.B. Reis in Asien, oder Weizenkulturen in Arizona). 

Die nächste Kategorie der Oberflächenbewässerungen ist das Rieselverfahren. Die Felder, die berieselt werden sind nie überflutet, eher wohl unregelmäßig besprenkelt. Je nach Verfahren wird durch Leitungen Grundwasser oder Wasser aus Seen oder Flüssen hochgedrückt und verteilt. Diese Verfahren machen es durch ihre speziellen Lageanforderungen oft schwer, erfolgreiche  Landwirtschaft zu treiben. Denn in Frage kommen nur ebene  Felder mit einem maximalen Gefälle von  0,1%. Außerdem ist der Arbeitsaufwand sehr hoch. 

Bei der Beregnung hingegen ist nicht viel Arbeit gefragt, es werden mittels Sprühanlagen und anderer Techniken die Felder beregnet. Ferner ist die relativ niedrige Wassernutzeffizienz (65 -75%) zu beachten. Diese entsteht durch die hohen Verdunstungsraten, da das Wasser nicht auf den Boden, sondern von oben herab auf die Pflanzen gesprüht wird. Trotzdem hat dieses Verfahren einen großen Vorteil: Dadurch, dass nicht nur Wasser sondern auch Pflanzenschutzmittel/ Frostschutzmittel gesprüht werden können, ist das Verfahren auf unebenen und unzugänglichen Anbauflächen praktisch. 

Das letzte Verfahren, das hier im Vergleich dargestellt wird, erweist sich als das günstigste Verfahren im Hinblick auf Wasserverbrauch und Erntegewinn.
Die Tröpfchenbewässerung ist die sparsamste Art unter den Oberflächenbewässerungen. Das Wasser (meist Grundwasser)  wird nach exaktem Bedarf jeder Pflanze zugefügt. Was sich nach viel Arbeit und Aufwand anhört, kann mittlerweile auch automatisiert durchgeführt werden. Rohrleitungen werden an jede Pflanze mit einer kleinen Öffnung geführt. Hierbei können auch zusätzlich die entsprechend nötigen Mengen an Dünger beigemischt werden. Ein  großes Plus sind die geringen Energie- und Betriebskosten. Besonders in armen Ländern, wie dem Niger, wird mit wenig Wasser und viel Arbeitsaufwand (da sich die armen Landwirte keine Technik leisten können und alle Arbeiten manuell erledigen  müssen) ein hoher Ertrag erzielt. Der Bewässerungswirkungsgrad liegt mit 80-95% sehr effizient. Damit ist die Tröpfchenbewässerung trotz ihres mächtigen Aufwands weltweit die wasserverbrauchsfreundlichste.


Oberirdische Tröpfchenbewässerung (Automatisiert)

Darüber hinaus kann sie auch unterirdisch angelegt werden, womit wir bei der letzten Kategorie, der unterirdischen Bewässerung angelangt sind. Die unterirdische Tröpfchenbewässerung lässt zusätzlich die Vertrocknungsrate um Ein Mehrfaches sinken. Einziger Nachteil: Der Aufwand erhöht sich, da die Rohrleitungen, die nun unter der Erde liegen,  stets gewartet und saubergehalten werden müssen, um Verstopfungen  zu vermeiden.
Die unterirdische, aber auch die oberirdische Tröpfchenbewässerung eignen sich für Weinstöcke, Oliven- oder Obstbäume sowie Hopfenpflanzen.


Folgendes Fazit lässt sich ziehen: Die Tröpfchenbewässerung ist sehr wasserverbrauchsfreundlich, was nicht bedeutet, dass dadurch weniger Gewinn gemacht wird; im Gegenteil, durch die exakt dosierbare Bedarfsmenge wird der Profit gesteigert und die Bedürfnisse der Landwirte gesichert.
Die Tröpfchenbewässerung ist im Gegensatz zur Beregnung oder anderen künstlichen Verfahren sehr wartungsbedürftig und braucht immer Kontrolle. Sie ist für manche Getreide-, Pflanzen- oder Obstarten nicht geeignet. Für unebenes Terrain ist sie ungeeigneter als z.B. Beregnungen, die mühelos  auf ungleichmäßigem Gelände eingerichtet werden können. Außerdem ist der Arbeitsaufwand bei der  (manuellen) Tröpfchenbewässerung viel zu hoch um mehrere Hektar gleichzeitig zu bewirtschaften.



Auswirkungen von künstlichen Bewässerungsverfahren

























Regenwassermanagement

Dass Wasser eine der knappesten Ressourcen weltweit ist, ist nichts unbekanntes. Daher sind Regenwasserspeicher schon fast Grundvoraussetzung für erfolgreiche Landwirtschaft und für vorrätige  Trockenzeiten (Afrika, Niger). Das Einführen von professionellem Regenwassermanagement wird oder hat bereits in Zukunft effektiven Nutzen in der Landwirtschaft. Die Verwendung natürlichen Herkommens ist das größte Potential der landwirtschaftlichen Ertragssteigerung. In Afrika werden ausschließlich nur durch 15-30% des natürlichen Regen Gewinne erzielt. Der Großteil der Erträge sind hauptsächlich den künstlichen Bewässerungsanlagen (ca.95%)  zu verdanken.Damit in Zukunft zunehmend mit Regen auf Feldern gearbeitet wird, sollen spezielle Landbaumethoden bewirken, dass der größte Teil des Regens, hauptsächlich in der Monsunzeit zwischen Juli und August, direkt in die Felder geleitet, aufgehoben oder zurückgehalten wird.
Da in Afrika auch zu unseren Zeiten noch mit  traditionellen Verfahren manuell gearbeitet wird, konnten erst seit ein paar Jahren neuartige Methoden eingeführt werden. Zurzeit wird traditionell und neuartig auf Feldern gearbeitet. Aber nicht nur Afrika sondern die ganze Welt muss, wenn die Wasserressourcen sinken, mit dem Ertrag natürlichen Herkommens wirtschaften. Prof. Dr V.* beschäftigt sich in seinem Skript “ Stoffstrom- und Ressourcenmanagement (SRM)” mit dem Thema was nachhaltiges Regenwassermanagement bewirken kann. Und kam zu dem Schluss: Eine angemessene Regenwasserbewirtschaftung kann eine Stadt ökologisch aufwerten, die Kosten für die Stadtentwässerung verringern, eine Stadt wohnlicher gestalten, das Stadtklima gesünder machen und Hochwassergefahren verringern. Folglich kann man behaupten, dass das Regenwassermanagement die Zukunft der Landwirtschaft und Umwelt ist. Umwelt deshalb, weil  Luftreinhaltung die Voraussetzung für sauberes Wasser ist.
Regenzeit im Juli

*Name wird aus rechtlichen Gründen nicht genannt




Sicherung der Bodenfeuchtigkeit als Voraussetzung für erfolgreiche Agrarlandwirtschaft

Die Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit steht immer in Zusammenhang mit dem Regenwassermanagement. Nur was, wenn es überhaupt keinen Regen gibt oder nur zeitweise? Besonders in den Subtropen kommt es einmal im Jahr zum Monsun. Ein starker Regen, der über Tage hinweg andauern kann. Damit das überschüssige Wasser nicht nur im Juli  genutzt werden kann, sollen neuartige Methoden das Regenwasser zurückhalten. Das Wasser natürlichen Herkommen soll in trockenen Perioden die Bodenfeuchtigkeit erhalten, um Felder vor dem austrocknen bzw. ausrotten zu bewahren. Grund für das peinliche Achten auf Feuchtigkeit sind Nährstoffe, die im Boden gespeichert werden.
Um zusätzlich die Bodenstruktur zu verbessern, bearbeiten Bauern (in Afrika) den Boden mit Haken oder Feldtieren. Dadurch wird der Boden umgewendet und bereits trockene Erde weggeweht.

Kuh zur Hilfe von Landwirten 

Zudem können konservierende Anbaumethoden, die die Bodenstruktur sichern, die Feuchtigkeit in der Wurzelzone erhalten. Um dies  erfolgreich durchsetzen zu können, müssen Bauern zur richtigen Zeit Unkraut jähen (Unnütze Pflanze rauben nötige Feuchtigkeit) und weitere Nährstoff, wie Dünger, hinzufügen.





Wasser...
Nicht nur eine Frage der Knappheit: Macht und Armut!

Wasser- Eine der knappesten Ressourcen weltweit. Es bedeckt mehr als die hälfte der Welt und ist doch so wenig. Das Trinkwasser wird weniger, Flüsse trocknen aus, Seen schrumpfen und Feuchtgebiete verschwinden. Die Weltbevölkerung, die Industrialisierung und damit die Nachfrage nach Trinkwasser steigen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen wird also eine der großen internationalen Herausforderungen der Zukunft sein. Wird in Zukunft Krieg über verbleibendes Süßwasser herrschen? Experten befürchten, dass es bereits Gebiete gibt, wo bewaffnete Konflikte ums Wasser stattfinden. Insbesondere Afrika, dessen arme Regionen, müssen für ihre Landwirtschaft kämpfen. Senegal droht damit, sein Projekt zur Nutzung des Senegal-Flusses wieder aufzunehmen; zum Nachteil von Mauretanien und Mali, die schon jetzt unter Wassermangel leiden. Auch im Nahosten fürchtet man sich vor  Konflikten. Israel, ein sehr trockenes Land,  verfügt über nur äußerst geringe Wasserressourcen. Aber auch Syrien, Jordanien und die Palästinenser streiten um die wenigen Wasserreserven. Der Jordan-Fluss versorgt Israels und Jordaniens Bevölkerung, vor allem die Landwirte.
Ein erster Schritt in Südostanatolien sind die an Euphrat und Tigris insgesamt 22  geplanten Staudämme. In Irak und Syrien wird gegen dieses Projekt protestiert, denn die Türkei würde damit nicht nur die Wasserressourcen, die auch die Nachbarländer nutzen, an sich reißen, sie würde vor allem die Macht über die  Wasserversorgung der Nachbarn haben, und ihre Wasserzufuhr abstellen.

Länder mit Nutzungskonflikten:
-Guarani
-Sénegal
-Lybien/ Algerien
-Äthiopen
-Israel/Syrien
-Türkei
-Kasachstan
-Vietnam
-China
 

In einem Experteninterview beschriebt Meera Karunananthan, eine Sprecherin des Council of Canadians,  Wasser als Menschenrecht.:


“Die Anerkennung des Wassers als Menschenrecht gibt denjenigen ein legales Instrument an die Hand, die keinen Zugang zu Wasser haben. Die Anerkennung des Wassers als Handelsware hingegen erlaubt den Unternehmen Privatisierungen, ohne den Menschen und der Gemeinschaft Handlungsmöglichkeiten zu überlassen. Was die Diskussion in einigen Ländern blockiert, ist die Tatsache, dass die Unternehmen  Wasser zur Handelswahre deklarieren. Sie nutzen die weltweite Wasserknappheit. Wenn Wasser aber zur Ware deklariert wird kann man nach den Gesetzen des Markes verfahren. In  den Zeiten des Mangels fallen eben größere Profite an”




Quellen






Monokultur und natürliche Ökosysteme – ein Vergleich


von Sidney Fahje


Was ist eine Monokultur im landwirtschaftlichen Bereich und wodurch wird sie gekennzeichnet?



Gibt es mehrere Bedeutungen für den Begriff "Monokultur"?

Bevor eine genaue Definition für den Begriff "Monokultur" festgelegt werden kann, muss zuerst ein mal klargestellt werden, welche Arten es von Monokulturen überhaupt gibt. Am häufigsten findet man den Begriff im Zusammenhang mit dem landwirtschaftlichen Bereich, wobei er im forstwirtschaftlichen Bereich eine fast genau so große Rolle spielt. Ebenso wird er auch erweitert, wie wenn man zum Beispiel von einer Stadt spricht, die nur extrem wenige Industriezweige besitzt, der Begriff ist beliebig erweiterbar und kann auf jedem Gebiet angewendet werden.


Definition im landwirtschaftlichen Bereich 

Der Begriff Monokultur umfasst den Anbau von nur einer Pflanzenart bzw. die Spezialisierung auf einige wenige Pflanzenarten im landwirtschaftlichen Bereich.
Hierbei wird nur eine bestimmte Fläche genutzt, auf der über viele Jahre hinweg nur die gleiche Kultur angebaut wird. Monokulturen wurden im Hochmittelalter entwickelt und wurden hauptsächlich auf Äckern angewendet. Im Gegensatz dazu steht die Einfeldwirtschaft, bei der die Dreifelderwirtschaft angewendet wurde. Dort wird die gesamte Anbaufläche in drei Teile unterteilt und nacheinander liegt einer der drei Teile brach, was bedeutet, dass dieser nicht bearbeitet und als Weide genutzt wird. Anschließend wird im Herbst gepflügt und ein Wintergetreide ausgesät, das im Spätsommer wieder geerntet wird, der Boden wird mehrmals bearbeitet. Danach findet die gleiche Prozedur statt, nur mit dem Unterschied, dass im Frühjahr ein Sommergetreide ausgesät wurde, es trotzdem wieder erst im Spätsommer geerntet wurde. Anschließend wurde die Fläche sich selbst überlassen und begrünte sich von selbst.




Monokultur mit dem Beispiel des Nassreisanbaus

Ein gutes Beispiel ist der in Asien mehrfach genutzte Nassreisanbau. Es wird immer die gleiche Fläche über viele Jahre hinweg benutzt um den Nassreis anzubauen. In dem nassen, schlammigen Boden befinden sich für den Reis wichtige Nährstoffe, außerdem wird dadurch vermieden, dass sich am Boden Unkraut und Schädlinge ansammeln. 
Für ein Kilogramm Reis werden zwischen 3000 und 5000 Liter Wasser gebraucht. Wichtig dabei ist, dass das Wasser immer in Bewegung ist, es reicht aus, wenn es leicht fließt. Steht das Wasser, bilden sich Algen. Fließt das Wasser zu schnell, werden Bodenbestandteile und wichtige Nährstoffe weggeschwemmt. Das viele Wasser wird aus den Brunnen der jeweiligen Großstädte genommen, was zur Folge hat, dass der Grundwasserspiegel um einige Meter sinkt und somit die Wirtschaft behindert wird. 



Folgen für die Umwelt


Die Folgen für die Umwelt sind unheimlich hohe Methanwerte, 60 Millionen Tonnen im Jahr, was 17% des gesamten Methans in der Erdatmosphäre entspricht. Der hohe Methanausstoß könnte reduziert werden, indem man den Boden zwischenzeitlich austrocknen lassen würde, dadurch wäre auch der gesamte Lebensraum wieder sauerstoffreicher und könnte noch effektiver genutzt werden. Natürlich braucht das Austrocknen-lassen Zeit und wie jedem bewusst ist, ist Zeit = Geld.


Monokultur im Bereich Tier- und Pflanzenhaltung

Die Monokultur im landwirtschaftlichen Bereich wird noch mal in Tier- und Pflanzenhaltung unterteilt. 
Unseren Besuch bei der DLG, besser gesagt auf dem Hof Seeger, könnte man als eine Monokultur im Bezug auf Tierhaltung sehen. Dort wird sich seit mehreren Jahren auf die Schweinemast konzentriert. Es gibt zurzeit, und es gab auch in der Vergangenheit, keine anderen Tierarten, die dort gehalten werden. Außerdem befinden sie sich auf einem festgelegten Bereich, was letztendlich bedeutet, dass alle Kriterien für eine Monokultur der Tierhaltung erfüllt sind.
(Als Pflanzenhaltung kann man den Anbau der Fichten als Monokultur in der Forstwirtschaft sehen)


Vor- und Nachteile von Monokulturen

Vorteil
Ein Vorteil für die Unternehmen die die Monokultur nutzen, ist, dass sie ein Spezialwissen aufbauen können, durch das sie sich einen Wettbewerbsvorteil zu Nutzen machen können. 
Noch ein Vorteil ist, dass die Unternehmen spezielle Maschinen für die Ernte mit spezifischen Anforderungen nur für eine Kultur benutzen müssen und somit ideal eingesetzt werden können.
Folglich ergibt sich daraus für das Unternehmen wenig Veränderung wie z.B. beim Kauf von neuen verschiedenen Maschinen jedes Jahr, sodass der Ertrag erheblich steigt und ihnen mehr Zeit für weitere Verkaufsideen bleibt. Kosten und Nutzen stehen somit in einem optimalen Verhältnis.

Nachteil
Jede Pflanze entzieht dem Boden Nährstoffe. Monotone Fruchtfolgen, wie es Monokulturen sind, entziehen nicht mehr Nährstoffe als andere Pflanzen, sondern ihre Wurzeln wachsen stärker im Boden, was die Folge hat, dass die Wurzeln für mehr Infektionen sorgen, somit wird den Pflanzen die Aufnahme von Nährstoffen massiv erschwert.
Ein weiterer Nachteil ist, dass durch die nicht vorhandene Abwechslung mit Leichtigkeit Schädlinge entstehen können und diese wiederum mit chemischen Mitteln bekämpft werden müssen, wodurch negative Auswirkungen auf das Endprodukt nicht vermieden werden können.

Einen guten Einblick in das Problem stellt der untere Auszug, vorallem der letzte Abschnitt, aus einem Text der Internetseite "Ökosystem-Erde" dar. Es wird genau auf den Punkt gebracht, wieso Monokulturen auf lange Zeit nicht von Vorteil sind...




Monokultur in der Forstwirtschaft auf Fichten bezogen



Warum werden Fichten und Nadelhölzer als Monokultur angebaut?


Fichten und andere Nadelhölzer werden heute noch in Monokulturen angebaut. 
Ein Vorteil dadurch ist, dass die Papierindustrie mit Holz beliefert werden kann. 
Nachteile sind, dass die Bäume von starken Stürmen entwurzelt werden und "tot" auf dem Boden liegen bleiben. Die vom Wind entwurzelten Bäume bieten als Totholz einen sehr geeigneten Lebensraum für Schädlinge. Die Folge ist eine starke Vermehrung von Schädlingen, wie z. B. dem Borkenkäfer. 




Schädlinge

Der Borkenkäfer ist einer der gefährlichsten Schädlinge in der Forstwirtschaft. Die Fichte wird hauptsächlich von den gefährlichsten Borkenkäferarten befallen, dem Buchdrucker und dem Kupferstecher. Borkenkäferarten können nur in kranken oder toten Bäumen ausreichende Bedingungen finden um sich zu entwickeln, daher gehören Borkenkäfer zu den sekundären Schädlingen. 


Richtig gefährlich wird es erst, wenn zu viele Bäume durch zu starken Wind abknicken. Die schwachen Bäume werden dann von den Borkenkäfern befallen und es gibt eine Massenvermehrung. Diese geht so weit, dass auch die gesunden Bäume angegriffen werden und dadurch ebenfalls absterben können. Findet das statt, wird aus dem sekundären Schädling ein primärer Schädling.

Ein weiterer Nachteil ist, dass es zu einem Überangebot an Holz kommt und dadurch die Holzpreise auf dem Markt deutlich sinken. Auch die nicht direkt betroffenen Waldbesitzer erleiden einen Verlust, da Holz nicht unbegrenzt lagerfähig ist, ohne an Qualität und gleichzeitig im Preis zu verlieren. 




Was ist eine Mischkultur und welche Arten von Mischkulturen gibt es?


Mischkultur:
Eine Mischkultur ist ein gleichzeitiger Aufwuchs von mehreren Nutzpflanzenarten. Nutzpflanzenarten werden entweder als Nahrungsmittel für Menschen, als Viehfutter oder für technische Zwecke verwendet. Diese werden vom Menschen gesät, und befinden sich ebenfalls wie bei der Monokultur auf einer vorher bestimmten Fläche. 
Die Hauptidee der Mischkultur ist, die Nachteile, die bei der Monokultur entstehen durch eine richtige Zusammensetzung zu vermeiden.



Arten von Mischkulturen:
Allgemeine Mischkultur:
Mischkulturen werden meistens im Bio-Anbau oder in heimischen Gärten genutzt. Es werden die verschiedensten Arten von Pflanzen in Reihe gepflanzt und gemischt. Die Fläche wird dadurch optimal genutzt, es muss aber darauf geachtet werden, dass die Kulturen zueinander passen. 

Der Vorteil einer Mischkultur ist, dass Unkräuter, Krankheiten und Schädlinge es sehr schwer haben sich auszubreiten. 
Es ist sehr wichtig, dass keine Pflanzen aus der gleichen Familie hintereinander angebaut werden. Hier ein geeignetes Beispiel: Basilikum, Zwiebeln und Stangenbohnen könnte man zusammen mit Zucchini in eine Reihe pflanzen. Hätte man anschließend noch Gurken übrig und wolle diese ebenfalls in diese Reihe pflanzen, würde einem jeder Experte davon abraten.
Man muss auch auf die Reihenfolge achten, in der angebaut wird, diese wird Fruchtfolge genannt. Wird sie missachtet, werden die Nährstoffe im Boden nicht optimal genutzt und der Boden verliert an Gesundheit, was massive Folgen für die Zukunft haben würde.

Etagenkultur:
Bei einer Etagenkultur wird die Größe von hohen Pflanzen optimal genutzt, indem sie durch ihre Höhe Schatten für kleinere Pflanzen spenden, die nicht eine so starke Sonneneinstrahlung gebrauchen oder vertragen können. 
Beispiel: Die großen Bäume in der obersten Etage, an denen Beispielsweise Kokosnüsse hängen, spenden viel Schatten für Mangos, die in der Etage darunter gepflanzt werden. Die kommende Etage besteht aus der Krautschicht, auch Boden genannt, auf der Gemüse angebaut wird. Zuletzt gibt es noch die Etage unter der Krautschicht. Auch hier kann durch den Schutz der ersten Etage etwas wachsen wie z. B. Kartoffeln. Es ist also ein geschicktes Zusammenspiel der einzelnen Pflanzen, die sich gegenseitig beim Aufwachsen unterstützen.

Pflanzengesellschaft: 

Ist eine typische Zusammensetzung von einer Art von Pflanzen an einem bestimmten Ort.

Rand- und Zwischenpflanzung:
Rand- oder Zwischenpflanzungen werden am Rand eines Feldes gepflanzt um einerseits die zum Teil starken Windeinflüsse zu verringern, andererseits aber auch um einen Sichtschutz dazustellen.
So wird die im Feld befindliche Nutzkultur produktiver beschützt, als wenn Zäune aufgestellt werden würden, da der "Naturzaun" auch noch einen Ertrag bringt.
Untersaaten:
Als Untersaat wird das Ausgesäte, die Saat, einer zweiten Frucht zu einer früher Erntereifen Frucht bezeichnet. Gemacht wird dies, damit in einem Jahr gleich zwei Ernten möglich sind. Außerdem wird der Boden dadurch verbessert und zusätzlich geschützt, seine Tragfähigkeit nimmt zu und die Nährstoffe innerhalb des Bodens werden gebunden, was den Humusaufbau vorantreibt.


Pflanzengesellschaften in Verbindung mit Tierhaltung und die Erzeugung von Stoffkreisläufen





Die Tierhaltung ist ein fester Bestandteil in der heutigen Landwirtschaft. Wiederkäuer wie Rinder & Schafe werden dabei am häufigsten benutzt. Sie fressen Gras und Klee welches  dann zu Milch und Fleisch umgewandelt wird. 
Schweine und Geflügel werden in kleineren Mengen in der ökologischen Landwirtschaft gehalten, da sie Nahrungskonkurrenten des Menschen sind. Sie bekommen nur den Teil der Lebensmittel, der übrig bleibt wenn Lebensmittel zum Beispiel neu aufbereitet oder gereinigt werden wie zum Beispiel kleine Kartoffeln, Bruchkörner oder Ausputzgetreide.
Zusammenfassend heißt das, dass ein Tier massiv in den großen Kreislauf: 
"Boden - Pflanze -Tier - Mensch"  im Ökolandbau eingebunden ist.





Ist es fair, dass das Tier nur als Verdienstmöglichkeit einegsetzt wird?


Profitieren können davon, dass aus Gras und Klee, Milch und Fleisch gewonnen wird, allerdings nur Menschen.
In der modernen Landwirtschaft ist das Tier zum unverzichtbaren Produktionsfaktor geworden und man setzt zu 100% drauf. 
Es hat dafür hinzuhalten, was der Mensch will, es wird wenig bis keine Rücksicht darauf genommen, wie es währenddessen um das Wohlergehen des Tieres steht.


Was kann dagegen unternommen werden?

Die einzige Rettung ist der Ökolandbau. Dadurch bekommt das Tier wieder einen sinnvollen Platz im Stoffkreislauf der Landwirtschaft. Eine artgerechte Tierhaltung ist dort ein Muss und ist in den Richtlinien vorgeschrieben. Den Tieren wird ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit gewährt, außerdem haben sie viel Auslauf. Die Tiere werden nicht auf kleinen Flächen gequetscht, sondern ein Betrieb ist dazu verpflichtet, nur so viele Tiere zu beherbergen, wie die Fläche und die Ernährung zulässt. Jedes Tier hat einen tiergerechten Liegeplatz und die Vollspaltenhaltung ist verboten, da sie sonst beim Fressen und beim Liegen auf Spalten, direkt über dem Güllekanal liegen würden.


Wie werden die Tiere gefüttert?

Die Tiere dürfen nur mit Futter von biologisch bewirtschafteten Feldern gefüttert werden. Für Wiederkäuer ist Heu und Grünfutter vorgeschrieben. Synthetische Futterzusätze, billige Importfuttermittel aus der Dritten Welt oder Futterantibiotika sind verboten, um Fleischskandale, wie in den letzten Jahren, ausschließen zu können.
Dadurch wird folglich Krankheiten vorgebeugt, sollte es aber trotzdem vorkommen, dass ein Tier krank wird, so wird zunächst versucht mit homöopathischen oder pflanzlichen Mitteln diese Krankheit zu bekämpfen. 




Wie läuft das Schlachten ab?

Beim Schlachten wird dem Tier kein zusätzlicher Stress gemacht, es kommt auf schnellstem Wege und mit schonendem Transport zum Schlachter.



Kann jeder Bauer biologischen Landbau betreiben?


Biologischer Landbau darf nur von einem Bauer betrieben werden, wenn er Mitglied in einem anerkannten Anbauverband ist. Somit ist er verpflichtet, den jeweiligen Richtlinien gerecht zu werden. Die Bauernhöfe werden daher regelmäßig von EG-Kontrollstellen kontrolliert.
Hat ein EG-Kontrolleur keine Einwände und der Bauer hält sich an alle Pflichten und Richtlinien, so ist er berechtigt das Bioverbandszeichen nach EG-Öko-Verordnung zu führen.



Quellen: