Gesunder Mais ist in Kenia selten, da Pflanzungen von Mottenlarven zerfressen und von schmarotzendem Hexenkraut geschwächt werden.
Vor rund 100 Jahren kam es zu den ersten großen Maisplantagen in Kenia.
Einfach anzubauen, ertragreich und gut schmeckend. Jedoch ist der Maisanbau anfällig gegen Schmarotzer aus dem afrikanischen Tier- und Pflanzenreich. Ebenso kam es zur Vermehrung von Hexenkraut und Motten (Chilo partellus), welche sich durch die ostafrikanischen Maisfelder fressen.
Allein Hexenkraut und Motten vernichten die Häfte der Maisernte, was jährlich Millionen Dollar teure Ausfälle verursacht.
Kleinbauern können diese Verluste schwer in Grenzen halten, es kommt zu hungernden Familien und Kindern, die ihre Schulausbildung abbrechen müssen, da nicht genug Zahlungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Dr. Khan fand ein Mittel gegen die Maisplagen, nämlich die "Push-Pull"-Methode, die ohne Agro Chemie gute Ernten einfahren lässt. Sie funktioniert, in dem man Napiergras in die Nähe der Maisplantage stellt. Dieses Napiergras dient dazu die Motten vom Mais wegzulocken. Zudem lässt man zwischen den Maisstauden Desmodium wachsen, welches die Schädlinge abschreckt, indem es chemische Stoffe absondert. Zudem düngt es den Boden, da es Stickstoff speichert.
Diese Methode erfordert den Kleinbauern zwar viel Arbeit, jedoch zahlt sich diese sehr gut aus. Mit etwa 5x mehr Erträgen als vorher ist erfahrungsgemäß zu rechnen.
Ein Problem gibt es jedoch: Nämlich die Ausbreitung dieser Methode. Zwar gibt es den landwirtschaftlichen Informationstag "Field Day", jedoch hat es längst nicht alle erreicht. Organisationen wie "Biovision" von Hans Herren wollen die "Push-Pull"-Methode publik machen.
Neben dieser guten Erntemethode gibt es jedoch auch die Agrochemie.
Agrar Konzerne versuchen gentechnisch veränderten Mais auf Kenias Äcker zu bringen.
Beispielsweise gibt es einen Gentechnikkonzern der das Projekt "Insektenresistenter Mais für Afrika" anstrebt, um den "..Hunger in der Welt zu bekämpfen". Obwohl die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen nicht erlaubt ist, wird hier eine Ausnahme gemacht.
Die Gentechnik erweist sich jedoch als nicht empfehlenswert.
Insektengift ist in einem Samen enthalten, welches gut gegen Mottenlarven wirkt.
Damit ist es jedoch nicht getan. Um das Hexenkraut zu verhindern, welches die Maisplantagen angreift, muss man sich zudem um chemische Herbizide kümmern. Außerdem ist Kunstdünger erforderlich.
Die Grafik zeigt den Anteil von gv-Mais am Maisanbau in Südafrika.
Diesen Samen können sich die meisten Kleinbauern außerdem nicht zu leisten, da er sehr teuer ist.
Kritiker meinen deswegen, dass das eigentliche Ziel solcher Konzerne eigentlich nicht die Hungerbekämpfung sei, sondern lediglich den Verkauf des Staatsgutes zu übernehmen, sobald die Entwicklung des Genmaises beendet ist.