Bodenblog

Sonntag, 10. Juni 2012

Desmodium und Knöllchenbakterien, Flechten


Definition Symbiose:

Unter einer Symbiose versteht man ganz allgemein das Zusammenwirken zweier Systeme zum beiderseitigen Vorteil. In der Biologie findet sich oft eine Symbiose zwischen verschiedenen Organismen. Solche Beziehungen sind immer dann erfolgreich, wenn sich dadurch die Überlebenschancen beider Partner erhöhen. Die Symbiose beruht auf der Basis, dass die Wirtspflanze (Leguminose) den Symbionten (Bakterium) mit Energie und Kohlenstoffassimilaten versorgt.

Beispiel Knöllchenbakterien:

Kurz gefasst:

An den Wurzeln von Hülsenfrüchten siedeln sich Knöllchenbakterien an, da sie von den Wurzelausscheidungen leben können. Die Hülsenfrüchte wiederum können mit Hilfe dieser Knöllchenbakterien Stickstoff direkt aus der Luft binden und als Nährstoff verwenden.



Erklärung:

Knöllchenbakterien sind:  in Symbiose mit Schmetterlingsblütlern lebende, Stickstoff bindende Bakterien. Die Infektion der Wirtspflanzen erfolgt an der jungen Wurzel, deren Rindenzellen durch die eingedrungenen Knöllchenbakterien zu lebhafter Teilung veranlasst werden. Dabei bilden sich die Knöllchen, in denen sich die Knöllchenbakterien zunächst auf Kosten der Wirtspflanze mit Kohlenhydraten und Wirkstoffen versorgen. Die notwendigen Stickstoffverbindungen werden durch die Bindung von Luftstickstoff gewonnen. Später verändert sich das Zusammenleben zwischen der Wirtspflanze und den Knöllchenbakterien zu einem Parasitismus seitens der Wirtspflanze. Die Knöllchenbakterien werden von der Wirtspflanze verdaut, und der von ihnen gebundene Stickstoff wird verbraucht. Bei der Gründüngung werden die Wirtspflanzen untergepflügt, um den Stickstoffgehalt des Bodens zu verbessern. Solche landwirtschaftlich wichtigen Stickstoffsammler sind: Erbsen, Wicken, Bohnen, Lupinen, Seradella, Luzerne, Esparsette, die Kleearten, Sojabohnen u. a. Schmetterlingsblütler. Zur Impfung der Böden mit Knöllchenbakterien stehen Handelspräparate zur Verfügung. Nitrifikation, Wurzelknöllchen.


Der Vorteil daran: Knöllchenbakterien (Rhizobien) sind häufig vorkommende Bodenbakterien. Sie gehen mit Leguminosen eine Symbiose ein. Dabei binden sie Luftstickstoff und machen ihn für die Pflanze verfügbar. Die Pflanze stellt den Baktierien organische Stoffe zur Deckung ihres Energiebedarfs zur Verfügung. Rhizobien aus der Gattung Bradyrhizobium gehen eine spezifische Symbiose mit Sojabohnen ein.


Beispiel Flechten:


Kurz gefasst: Die Flechte ist eine Lebensgemeinschaft von zwei Partnern, die sich gegenseitig versorgen: Pilz und Alge: Der Pilz liefert den Algen Wasser und Nährstoffe, die Algen besorgen den Pilzen die Kohlenhydrate. So braucht keiner der beiden über die Rinde in das innere Gewebe der Pflanzen einzudringen. Die besiedelte Pflanze bleibt heil.


Von: Zinnia Arndt









1 Kommentar:

  1. Aufgabenstellung:
    Der Begriff der Symbiose soll am Beispiel von Knöllchenbakterien und Flechten deutlich werden. Hierbei sind die Vorteile der Beziehung für beide Partner ausführlich zu erläutern. Der Nutzen dieser Symbiosen und die Erforschung symbiotischer Beziehungen in Land- und Forstwirtschaft sind beispielhaft darzustellen. Die wichtige Rolle der Knöllchenbakterien in der Landwirtschaft (Düngung, Zwischenfrucht) ist zu beschreiben. Die genaue Angabe der Quellen ist erforderlich.

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