Bodenblog

Montag, 7. Mai 2012

Ein Kraut gegen Motten und Gentechnik

·         die Bauern aus der Umgebung treffen sich zum „Field Day“, dem landwirtschaftlichen Informationstag
·         Lawrence und Joseph Odek zeigen zwei Felder
o       das eine mit hüfthohen, von Motten zerfressenen und gelb-fleckigen Stauden und schrumpeligen Kolben, außerdem von Hexenkraut befallen
o       das daneben mit grünen Pflanzen, gesund und hochgewachsen
·         der Mais wurde aus Amerika importiert, er war
o       einfacher anzubauen,
o       ertragreicher und
o       schmeckte besser
als das damalige Hauptnahrungsmittel Sorghum
·         war jedoch anfälliger gegen
o       Hexenkraut
o       Motten
§       vernichten die Hälfte der Maisernte in Kenia
§       verursachen jährlich Millionen Dollar teure Ausfälle
·         bei Kleinbauern entsteht ein noch schlimmerer Schaden
o       haben kein Geld für Agrochemikalien
o       durch einen Mangel an Ernte kein Geld für die Ausbildung ihrer Kinder
§       es entsteht ein Mangel an Nahrung
·         Dr. Khan
o       entdeckte Mittel gegen Maisplagen
·         „Push-Pull“-Methode sorgt für
o       Erfolg bei der Odek-Farm und
o       den benachbarten Bauern, denen sie die Methode beibringen

·         400 Gräser werden getestet
o       Motten lieben  Napier
o       80% - 90% entscheiden sich für das schilfartige Wildgras
·         Um ein Maisfeld herum gepflanzt -> Motten werden weg gezogen („Pull“-Teil)
·         Desmodium wird zwischen die Maispflanzen gepflanzt („Push“-Teil)
o       Verhindert wegschwemmen von Ackerkrume
o       Düngt den Boden
o       Unterdrückt Schmarotzerpflanzen
·         „Push-Pull“ am Anfang mehr Arbeit
o       Später fünfmal mehr Ertrag
·         Bremsende Faktoren: teuer kaufen oder langwierig ziehen
·         Methode wird weiter gereicht
·         1999 sollten Agrarausbilder geschult werden
o       Geldmangel
·         Hans Herren gründet „Biovision“
·         Stephen Mugo (IRMA)
o       Geld von „Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung“ (Gentechnik)
o       Ökologisch riskanter Gentechnik
·         In Kenia wegen „vorteilhafter politischen Situation“
·         Hans Herren fordert gentechnikfreie Methoden

·    der IRMA-Koordinator konzentriert sich mehr auf die wissenschaftliche Arbeit
o                dort könne er mit Hilfe seines Teams vorweisen, dass er ein natürliches Insektizid (Bazillus thuringiensis) gegen Mottenlarven gefunden hat
·     die Technik Bakteriengene zu verpflanzen ist bekannt
o                 Bt Mais steht schon seit Jahren auf den Feldern in den USA
·    Hugo ist nur auf der Suche nach einer für Kenia geeigneten Maissorte
·    Die dadurch entstehenden Umweltrisiken möchte er mit einer Spezialistengruppe in den Griff bekommen
·    Problem: Mottenlarven werden auf die Dauer resistent gegen Bt
·    Lösung: Die vielen Vorteile der Idee gleichen die Probleme aus
·    "Push-Pull" überfordere die Bauern und sei unökonomisch
·    Bei Bt stecke die Technologie schon in Samen, daher könnte nichts schief gehen
·    Nach dem Motto: Säen, ernten, essen.
·    Die Push-Pull Methode kann den Boden besser mit Stickstoff versorgen als Bt
·    Presse: "Bauern können sich Gentechnik nicht leisten"
·    Sogar der wohlhabendste Farmer sagt, dass nicht mal er sich diese teuren Methoden leisten könne, wie sollten dann die anderen im Stande dazu sein?
·    Ode profitiert von der bisherigen Methode
·    Er steht im Zwiespalt, ob er etwas verändern möchte
o                vorher hatte er nicht solche Probleme

Mais das Gold der Mayas:
wichtigste Kulturpflanze nach Mais und Reis
- Lateinamerika: ca. Hälfte der Getreideproduktion = Mais
- Afrika = mehr als ein Drittel
- Genbanken = 50.000 Maissorten
- Genmanipulierter Mais = BT-Mais
- BT-Mais enthält Insektengift

bearbeitet nach:  Ein Kraut gegen Motten und Gentech

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen