Bodenblog

Montag, 14. Mai 2012

Landwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern


Geschichtlicher Abriss

Grüne Revolution
Durch die Grüne Revolution konnte in den 1960er Jahren beispielsweise in Indien dafür gesorgt werden, dass das heutige Hungerproblem dort nicht noch größer ist. Zur Zeit der Grünen Revolution wurden die Produktionsmethoden so modernisiert, dass die Ernährung der stark ansteigenden Bevölkerung durch erhöhte Erträge, von zum Beispiel Weizen, Hirse und Reis, gesichert werden konnte.
Um das zu erreichen wurde hochertragreiches Saatgut und Kunstdünger, sowie Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die Bewässerung ausgebaut und moderne Landbearbeitungsmethoden eingeführt. Auch die Mechanisierung schritt stark voran.

Die Grüne Revolution brachte allerdings auch negative Folgen mit sich. Zum Beispiel ging die Sortenvielfalt zurück und die Bodenfruchtbarkeit wurde durch den Einsatz mineralischer Düngemittel beeinträchtigt. Auch kam es zu falschem Umgang mit den Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln und deren übermäßige Nutzung, führte zu einer Verschmutzung der Böden und des Grundwassers führte. Zudem konnten sich ärmere Kleinbauern diese teurere Anbaumethode nicht leisten oder sich zumindest nach einiger Zeit keine Pflanzenschutz- und Düngemittel, sowie die teureren Samen mehr kaufen.

Trotzdem verhalf diese Wende in Entwicklungsländern circa einer Milliarde Menschen zu einer ausreichenden Ernährung, obwohl die Bevölkerungszahlen stiegen. Jedoch ist diese nicht nachhaltige Nutzung der Ressourcen keine zukunftsfähige Methode, mit der die Ernährungssicherung gewährt werden kann.

Die Ursache des Hungers
Trotz der Grünen Revolution konnte das Hungerproblem, beispielsweise in Indien, nicht behoben werden. Produktionszuwächse führten zwar dazu, dass Indien heute mehr Export als Import betreibt, das Hungerproblem jedoch immer noch vorhanden ist. Das liegt zum einen daran, dass sich die Kleinbauern keine Pflanzenschutz- und Düngemittel leisten können, die größeren Betriebe ihre Ernteverluste durch die Mittel in Grenzen halten können, aber abhängig von den Firmen sind, die die Mittel produzieren. Besitzen sie gerade so das Geld, das Saatgut, sowie die Pflanzenschutz- und Düngemittel zu kaufen, bleibt kein Geld für die Schulgebühren der Kinder. Investieren sie in deren Ausbildung, bleibt kein Geld für den Anbau, die Familie muss also hungern.
Auch ist es ein Problem, dass schon bei der Ernte sehr viel der Nahrung verloren geht, was mit einer schlechten Erntetechnik zusammenhängt.
Es wird also deutlich, dass der Hunger in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht ausschließlich aufgrund von mangelnder Nahrungsmittelproduktion und ungleicher Nahrungsmittelverteilung entsteht. Den Menschen in diesen Ländern fehlt durch die ungleiche Einkommensverteilung das Geld, um zum Beispiel Obst und Gemüse auf den Märkten zu kaufen. Daher kann das Hungerproblem auch nicht dadurch behoben werden, dass in den Industrieländern eine Überproduktion an landwirtschaftlichen Produkten besteht. Im Gegenteil: Bei einer zu starken Abhängigkeit vom Weltmarkt steigt der Hunger in den Entwicklungsländern bei hohen Nahrungsmittelpreisen noch mehr an.

     Markt in Indien

Die meisten Hungernden in Entwicklungs- und Schwellenländern sind kleinbäuerliche Familien, die auf dem Land leben und deren Existenz somit von der Landwirtschaft abhängig ist. Sie müssen genügend Erträge haben, um davon etwas verkaufen zu können, das ihnen Geld für die eigene Ernährungsergänzung bringt. Die Landwirtschaft trägt jedoch meistens nicht zu einem ausreichenden Einkommen bei, was für eine angemessene Ernährung der Menschen nötig wäre.

Lösungsansätze
Dadurch, dass die meisten Hungernden aus Schwellen- und Entwicklungsländern, wie zuvor beschrieben, von der Landwirtschaft abhängig sind, muss dafür gesorgt werden, dass durch diese genug Einkommen erwirtschaftet werden kann.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die bisher kleinbäuerlichen Betriebe modernisiert werden, wozu eine Förderung der Bauern stattfinden muss, sodass sie ökologisch, wirtschaftlich, sowie sozial nachhaltig Landwirtschaft betreiben können. Zurzeit können sich diese kleinbäuerlichen Familien, durch ihre Ernteerträge und den Verkauf ihrer Lebensmittel, noch nicht ausreichend ernähren. Die Modernisierung muss also bewirken, dass die Produktionskosten der Bauern gedeckt werden können und standortgerechte Landwirtschaft betrieben werden kann. Diese beinhaltet eine Mischung aus konventioneller Landwirtschaft und aus dem nachhaltigen, ökologischen Landbau. Auf diese Weise würde die Armut über längere Zeit hinweg gemildert werden können. Durch höhere Erträge und damit verbundene höhere Einnahmen wäre es zudem möglich, Arbeitskräfte anzustellen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es wäre allerdings auch ein wirtschaftlicher Strukturwandel nötig, der die zu kleinen Flächen vergrößern kann.
Zuerst ist es also wichtig, eine Produktivitätssteigerung zu erzielen, wozu standortgerechte Strategien entwickelt werden müssen.
Standortgerechte Strategien können zum Beispiel das Anbauen von Mischkulturen, sowie das Ecofarming oder die permakulturelle Gestaltung der Landwirtschaft sein. Diese Methoden zielen darauf, mit einem möglichst geringen Fremdmitteleinsatz und einer nachhaltigen Nutzung des Bodens, sowie allen anderen Ressourcen, erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben. Für die Kleinbauern in den Entwicklungsländern würde beispielsweise das Ecofarming nur einen geringen Kapitaleinsatz bedeuten, aber stabile Ernteerträge.
An die Landwirtschaft werden dabei viele Anforderungen gestellt, wie etwa die kulturelle und biologische Vielfalt zu erhalten und die Umwelt zu schützen. Zu dem Schutz der Biodiversität, also der Biologischen Vielfalt gehört es zum einen, die Vielfalt an Ökosystemen und zum anderen, die Artenvielfalt zu schützen, da sich Artenbestand, Wasserkreislauf und Tierbestand immer weiter verändern. Die Umwelt soll durch die Landwirtschaft weniger belastet werden, was zum Beispiel keinen oder einen sparsamen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden bedeutet, sowie den Schutz der Bodenfruchtbarkeit und den Erhalt der Naturräume.
Außerdem müssen gerechte Löhne gezahlt werden können. Dabei wird die Landwirtschaft durch den Entwicklungsstand des jeweiligen Landes teilweise eingeschränkt, da zum Beispiel keine ausreichende Modernisierung stattfinden kann, aufgrund geringer Kapitale oder unzureichender Bildung. Unter diesen ganzen Bedingungen müssen jedoch trotzdem genügend Erträge erwirtschaftet werden, um die Bevölkerung zu ernähren.

     Reisanbau in Indien

Der gewünschte, ökologische Landbau ist aber nicht immer möglich, vor allem in diesen ärmeren Ländern. Er würde den Verzicht auf beispielsweise Pestizide und grüne Gentechnik bedeuten, sowie hohe Tierschutzstandards vorschreiben, was sich die Bauern nicht immer leisten können. Auch ein Problem ist, dass das Wissen über ökologische Methoden nicht ausreichend verbreitet wird. Oft sind die Bauern unwissend und können nicht darüber urteilen, welche Alternativen Erfolg versprechen, wodurch sie weiterhin konventionelle Landwirtschaft betreiben. Dabei gibt es Möglichkeiten, wie die Push-Pull Methode oder das System of Rice Intensification (SRI), die zunehmend durch die Bauern selbst verbreitet werden.
Darum ist je nach Region eine Mischung zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft notwendig. Dazu kommt, dass das traditionelle Wissen genutzt werden sollte um neue Produktionstechniken zu entwickeln, wobei die Umwelt nicht außer Acht gelassen werden sollte, sowie das Anpassen an die sich verändernden Marktbedingungen. Das Ziel dabei ist die Selbstversorgung des Landes zu erreichen.

     Landwirtschaft in Vietnam

Es ist allerdings zu beachten, dass immer wieder neue Probleme auftreten und die Lösungsansätze gefährden können, wie zum Beispiel der Klimawandel, an den die Anbaumethoden angepasst werden müssen, denn nur wenn das geschieht, können die natürlichen Ressourcen geschützt werden. Auch ist ein Problem, dass die Ressourcen aufgrund der wachsenden Bevölkerung und ihren wechselnden Ansprüchen immer mehr in Anspruch genommen werden müssen. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen dem Naturschutz und der immer größer werdenden Anbaufläche, wofür zum Beispiel große Teile des Regenwaldes abgeholzt werden. Die Produktionssteigerung auf oft zu kleinen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ist ebenfalls eine Herausforderung an die Agrarwirtschaft.

Einbindung in den internationalen Handel
Der internationale Handel kann in Schwellen- und Entwicklungsländern dazu beitragen, das Hungerproblem zu minimieren, da Defizite oder Überschüsse in der landeseigenen Produktion ausgeglichen werden können.
Allerdings müssten die betroffenen Länder dafür richtig in den internationalen Markt eingebunden werden und nicht ausgeschlossen, was aber dadurch passiert, dass die Industrieländer ihre subventionierten Produkte billiger verkaufen können als die Entwicklungsländer. Dadurch ist keine Marktgerechtigkeit vorhanden und Kleinbauern haben kaum eine Möglichkeit, vom internationalen Handel zu profitieren, da sie auch von der Regierung kaum unterstützt werden.
Zudem gibt es in den Entwicklungsländern das Problem der Nachernteverluste, also Verluste während der Ernte und dadurch, dass etwas von den Erträgen bei der Lagerung oder Verarbeitung für den Handel verdirbt. Es müsste in eine bessere Ernte- und Nacherntetechnik investiert werden, sowie in die Infrastruktur, den Transport, die Verarbeitung und Verpackung. Auch müsste die schlechte Logistik verbessert und mehr Marktinformationen vermittelt werden.
Deshalb ist es für die Kleinbauern der Entwicklungsländer eher von Bedeutung, sich auf lokalen und regionalen Handel zu konzentrieren.

Klimatische Besonderheiten
Um die klimatischen Besonderheiten in den Entwicklungsländern aufzuzeigen, werden sie an den Beispielen von Afrika und Asien erläutert.

Afrika
Afrika wird von den Tropen und den Subtropen, also zwei Klimazonen durchlaufen. Im Norden Afrikas, in der subtropischen Klimazone, befindet sich die Sahara. Dort herrscht ein arides Kima, was eine das ganze Jahr über andauernde Trockenheit und sehr wenig, beziehungsweise gar keinen Niederschlag bedeutet.

Das folgende Klimadiagramm zeigt die Temperatur und den Niederschlag in Kairo, also im Norden Afrikas.


Da in dieser Klimazone fast ausschließlich Wüsten und Halbwüsten vorhanden sind, gibt es kaum Möglichkeiten, die Fläche Landwirtschaftlich zu nutzen. Es gibt nur einige Regionen, in denen Dattelpalmen gepflanzt und Kamele gehalten werden. Entlang des Nils befinden sich außerdem Gebiete, in denen Baumwolle angebaut wird.

In der Mitte Afrikas, durch die der Äquator verläuft, herrscht tropisches Klima. Hierbei wird unterschieden zwischen aridem, semiaridem, semihumidem sommerfeuchten und humidem Klima.
Im Bereich der ariden Klimazone gibt es die Dornstrauchsavanne und die Trockensavanne. In diesen Gebieten werden Rinder gehalten und vereinzelt auch Schafe. Zudem besitzen die Bauern Kleinvieh, zum Großteil für den Eigenbedarf. Außerdem wird Ackerbau betrieben, es werden Erdnüsse, Baumwolle, Zuckerrohr und Reis angebaut.
In der semiariden Zone, in der es mehr Niederschlag als in der ariden Zone gibt, befinden sich größere Gebiete der Trockensavanne, mit zum Teil tropischem Regenwald. Hier wird mehr Ackerbau betrieben, als in der ariden, tropischen Klimazone. Es wird neben den Lebensmitteln der ariden Zone auch noch Mais, Tabak und Tee angebaut.
Auf die semiaride folgt die semihumide sommerfeuchte Klimazone. Dort befindet sich die Feuchtsavanne, in der Rinder, Schweine und Kleinvieh gehalten werden. Außerdem wird verstärkt Ackerbau betrieben, angepflanzt werden Kaffee, Kakao, Erdnüsse, Baumwolle, Zuckerrohr und Ölpalmen.
In der Humiden, also der feuchten Zone, die den tropischen Regenwald und feuchten Monsunwald einschließt, gibt es zahlreiche Ölpalmenplantagen. Des Weiteren wird Ackerbau betrieben. Gepflanzt werden Bananen, sowie Kaffee- und Kakaobäume am Rand des tropischen Regenwaldes. Kokospalmen und Kautschuk gibt es eher im Regenwald.

Das folgende Klimadiagramm zeigt die Temperatur und die Niederschlagsmenge in Kongo, also in der humiden tropischen Klimazone Afrikas.




Im Süden Afrikas beginnt wieder die subtropische Klimazone.

Im Norden und im Süden Afrikas erstreckt sich in der subtropischen Klimazone außerdem noch der semiariden bis semihumiden Bereich. Dort gibt es im Norden Winterregen und im Süden einen Bereich mit Winter- und einen mit Sommerregen. Hier kann im Gegensatz zur ariden Zone mehr Nahrungsmittelproduktion stattfinden. Es wird zum Beispiel viel Weizen angebaut. Zudem gibt es Weinanbaugebiete, Zitrusfrüchte und Zuckerrohr. In der Zone des Sommerregens bestehen weitläufige Reisanbaugebiete. Auch werden Schafe, Rinder und Kleintiere gehalten.

Das Klimadiagramm zeigt den Niederschlag und die Temperatur in Casablanca, im Norden Afrikas. Casablanca liegt in der semiariden bis semihumiden Zone, in der es Winterregen gibt.


Die Landwirtschaft in Afrika ist also deutlich durch das Klima bedingt. Sie muss jeder bestimmten Klimazone und dem dort vorhandenen Boden angepasst werden, was sie deutlich einschränkt.

Asien
In Asien gibt es ebenfalls eine subtropische und tropische Klimazone, es kommt allerdings noch eine warmgemäßigte Zone der Mittelbreiten hinzu. In dieser Zone liegt beispielsweise Gobi. Dort herrscht arid bis semiarides Klima, es ist also sehr trocken. Darum werden in diesem Gebiet vorwiegend Tiere gehalten, wie Schafe und Ziegen. Ackerbau ist kaum möglich, da entweder Halbwüsten beziehungsweise Wüsten oder Steppen vorhanden sind.
In Asiens Subtropen, zum Beispiel dem Hochland von Tibet, ist es ebenfalls nur sehr eingeschränkt möglich, Landwirtschaft zu betreiben, da die Landschaft von Hochgebirgen durchzogen ist.
Dadurch wird deutlich, dass auch in Asien nur bedingt Landwirtschaft betrieben werden kann, da viele Gebiete höchstens zur Viehhaltung geeignet sind.

Nachhaltigkeit
Da das Land den Menschen in vieler Hinsicht Nutzen bringt, muss auch auf dessen Schutz geachtet werden. Auf dem Land wird nicht nur Ackerbau betrieben oder Tiere gehalten, es bietet auch Bodenschätze und Platz für Menschen, sich anzusiedeln.
Dadurch können Interessenkonflikte entstehen, welche in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu verhindern versucht werden müssen. Damit sich die Landschaft nachhaltig entwickeln kann, muss die landwirtschaftliche Nutzung einige Bedingungen erfüllen.
Dazu zählt zum einen die Ernährung der Bevölkerung langfristig zu sichern, auch für die nächsten Generationen. Neben diesem Recht auf Nahrung, das den Menschen gewährt werden soll, muss die Umwelt geschützt und die Ressourceneffizienz gesteigert werden. Das bedeutet, dass die Vielfalt der Natur nicht zerstört werden soll, also die Lebensräume der verschiedenen Pflanzen und Tiere. Die Ressourceneffizienz zu steigern heißt, Ressourcenschonend zu produzieren, wofür die Erfahrung und das Wissen auf diesem Gebiet weitergegeben werden müssen.
Außerdem gilt es, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern beziehungsweise zu erhalten. Dafür sollte auf einen sparsamen Umgang mit Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln geachtet werden, die die Bodenfruchtbarkeit verschlechtern können. Stattdessen gibt es die Möglichkeit ökologische Methoden zu nutzen, zum Beispiel durch Striegeln oder Abflammen das Unkraut schonend zu entfernen. Insgesamt sollte der Fremdmitteleinsatz gering gehalten werden, also auch das Einsetzen von Kunstdüngern. Auch die pfluglose Bodenbearbeitung stellt Vorteile dar, da Bodenlebewesen geschont werden, die für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sorgen.
Wichtig sind standortgerechte Agrarkonzepte, die dem Klima und dem Boden angepasst sind.

Beispiele
Sarwan in Indien
In Sarwan in Indien herrscht das Jahr über unterschiedliches Klima. Es gibt zum einen Dürreperioden, zum anderen Regenzeiten, die Überschwemmungen hervorrufen können. Die Menschen, die in dieser Region Landwirtschaft betreiben, haben sich diese Wechsel zu Nutzen gemacht. Während der Regenperioden speichern die Menschen Regenwasser, womit sie dann während den trockenen Zeiten ihre Felder bewässern.
Dadurch können Ernteverluste durch klimatische Bedingungen abgemildert werden und es kann über einen größeren Zeitraum zum Beispiel Mais und Reis angebaut werden.
Außerdem werden Bäume gepflanzt, die dafür sorgen, dass der Boden während starken Regengüssen nicht weggeschwemmt wird.
Außerdem praktizieren sie ökologische Methoden, die den Weizen schützen und den Reisanbau fördern. Notwendiges Wissen erhalten sie in Kursen, die Methoden für nachhaltige Landwirtschaft weitervermitteln.
Zudem nutzen die Menschen verstärkt organischen statt Kunstdünger, wodurch sie die Umwelt schonen und geringere Ausgaben haben.
Indem die Ernteerfolge steigen und es den Bewohnern dadurch, dass sie mehr Lebensmittel auf dem lokalen Markt verkaufen können, finanziell besser geht, wird deutlich, dass sie von der standortgerechten Landwirtschaft profitieren.

Kenia in Afrika
Ein weiteres Beispiel für eine ökologisch nachhaltige Anbaumethode, ist die in Kenia angewandte Push-Pull-Methode, durch die der Mais ohne Pflanzenschutzmittel und Pestizide vor Hexenkraut und Motten geschützt werden kann. Dabei wird Napier um die Maisfelder herumgepflanzt, die die Motten aus dem Feld locken. In das Feld wird Desmodium gepflanzt, welches den Boden Düngt und gleichzeitig Schmarotzerpflanzen wie das Hexenkraut unterdrückt.
Auch in diesem Beispiel werden die Informationen über die Methode von den Bauern an Informationstagen weitergegeben. Zu Beginn erfordert die Push-Pull-Methode zwar ein größeres Startkapital, bringt aber später fünfmal mehr Ertrag ein, als herkömmlicher Anbau.

Quellen

  • Welternährung – Welche Verantwortung hat Europa?; DLG-Verlag GmbH; Archiv der DLG, Band 106; Seite 41-53
  • http://www.wissen.de/lexikon/gruene-revolution
  • http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gruene-revolution.html
  • http://www.pflanzenforschung.de/wissenalphabetisch/detail/gruene-revolution
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Ackerbau#Ecofarming
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur
  • http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologische_Landwirtschaft
  • http://www.bfn.de/0304_biodiv.html
  • http://www.pflanzenforschung.de/journal/aktuelles/verschwendung-und-verluste-fuehren-zu-nahrungsknappheit
  • http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/hunger-und-gentechnik.html
  • pdf Datei des Greenpeace Magazins vom 05. 2001: Ein Kraut gegen Motten und Gentech
  • Diercke Weltatlas, Westermann, Ausgabe 2, 5. aktualisierte Ausgabe 2002
  • Werte der Klimadiagramme:
    • http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/1835-1.jpg
    • http://www.diercke.de/bilder/omeda/800/3271E_1.jpg
    • http://www.klimadiagramme.de/Plots/Afrika/casablanca.gif
  • http://www.nachhaltige-landwirtschaft.info/
  • http://www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/ressourceneffizienz/ressourcennetzwerk/doc/38933.php
  • Bilder
    • http://people.exeter.ac.uk/nkjdatta/photos/abroad/laos/market3.jpg
    • http://s3.frank.itlab.us/photo-essays/small/dec_25_planting_rice.jpg
    • hd/Countries_of_the_World/Asia/Vietnam/Food_and_Agriculture_in_Viet_Nam.jpg


Von Dajana Komp

1 Kommentar:

  1. Aufgabenstellung:
    Geschichtlicher Abriss (Grüne Revolution u.a.) und Ursache des Hungers in diesen Ländern. Lösungsansätze, ihre Probleme und ihr Potenzial. Einbindung in den internationalen Handel (Vermarktung, Veredelung, Selbstversorgung, Konkurrenz, Subventionen). Klimatische Besonderheiten und Nachhaltigkeit. Beispiele vorstellen (auch über den Text hinaus). Die genaue Angabe der Quellen ist erforderlich.

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