Geschichtlicher Abriss
Grüne
Revolution
Durch die
Grüne Revolution konnte in den 1960er Jahren beispielsweise in Indien dafür
gesorgt werden, dass das heutige Hungerproblem dort nicht noch größer ist. Zur
Zeit der Grünen Revolution wurden die Produktionsmethoden so modernisiert, dass
die Ernährung der stark ansteigenden Bevölkerung durch erhöhte Erträge, von zum
Beispiel Weizen, Hirse und Reis, gesichert werden konnte.
Um das zu
erreichen wurde hochertragreiches Saatgut und Kunstdünger, sowie
Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die Bewässerung ausgebaut und moderne
Landbearbeitungsmethoden eingeführt. Auch die Mechanisierung schritt stark
voran.
Die Grüne
Revolution brachte allerdings auch negative Folgen mit sich. Zum Beispiel ging
die Sortenvielfalt zurück und die Bodenfruchtbarkeit wurde durch den Einsatz
mineralischer Düngemittel beeinträchtigt. Auch kam es zu falschem Umgang mit
den Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln und deren übermäßige Nutzung, führte zu
einer Verschmutzung der Böden und des Grundwassers führte. Zudem konnten sich
ärmere Kleinbauern diese teurere Anbaumethode nicht leisten oder sich zumindest
nach einiger Zeit keine Pflanzenschutz- und Düngemittel, sowie die teureren
Samen mehr kaufen.
Trotzdem
verhalf diese Wende in Entwicklungsländern circa einer Milliarde Menschen zu
einer ausreichenden Ernährung, obwohl die Bevölkerungszahlen stiegen. Jedoch
ist diese nicht nachhaltige Nutzung der Ressourcen keine zukunftsfähige
Methode, mit der die Ernährungssicherung gewährt werden kann.
Die Ursache des Hungers
Trotz der
Grünen Revolution konnte das Hungerproblem, beispielsweise in Indien, nicht
behoben werden. Produktionszuwächse führten zwar dazu, dass Indien heute mehr
Export als Import betreibt, das Hungerproblem jedoch immer noch vorhanden ist.
Das liegt zum einen daran, dass sich die Kleinbauern keine Pflanzenschutz- und
Düngemittel leisten können, die größeren Betriebe ihre Ernteverluste durch die
Mittel in Grenzen halten können, aber abhängig von den Firmen sind, die die
Mittel produzieren. Besitzen sie gerade so das Geld, das Saatgut, sowie die
Pflanzenschutz- und Düngemittel zu kaufen, bleibt kein Geld für die
Schulgebühren der Kinder. Investieren sie in deren Ausbildung, bleibt kein Geld
für den Anbau, die Familie muss also hungern.
Auch ist es
ein Problem, dass schon bei der Ernte sehr viel der Nahrung verloren geht, was
mit einer schlechten Erntetechnik zusammenhängt.
Es wird also
deutlich, dass der Hunger in Entwicklungs- und Schwellenländern nicht
ausschließlich aufgrund von mangelnder Nahrungsmittelproduktion und ungleicher
Nahrungsmittelverteilung entsteht. Den Menschen in diesen Ländern fehlt durch
die ungleiche Einkommensverteilung das Geld, um zum Beispiel Obst und Gemüse
auf den Märkten zu kaufen. Daher kann das Hungerproblem auch nicht dadurch
behoben werden, dass in den Industrieländern eine Überproduktion an
landwirtschaftlichen Produkten besteht. Im Gegenteil: Bei einer zu starken
Abhängigkeit vom Weltmarkt steigt der Hunger in den Entwicklungsländern bei
hohen Nahrungsmittelpreisen noch mehr an.
Markt in Indien
Die meisten
Hungernden in Entwicklungs- und Schwellenländern sind kleinbäuerliche Familien,
die auf dem Land leben und deren Existenz somit von der Landwirtschaft abhängig
ist. Sie müssen genügend Erträge haben, um davon etwas verkaufen zu können, das
ihnen Geld für die eigene Ernährungsergänzung bringt. Die Landwirtschaft trägt
jedoch meistens nicht zu einem ausreichenden Einkommen bei, was für eine
angemessene Ernährung der Menschen nötig wäre.
Lösungsansätze
Dadurch,
dass die meisten Hungernden aus Schwellen- und Entwicklungsländern, wie zuvor
beschrieben, von der Landwirtschaft abhängig sind, muss dafür gesorgt werden,
dass durch diese genug Einkommen erwirtschaftet werden kann.
Um dieses
Ziel zu erreichen, müssen die bisher kleinbäuerlichen Betriebe modernisiert
werden, wozu eine Förderung der Bauern stattfinden muss, sodass sie ökologisch,
wirtschaftlich, sowie sozial nachhaltig Landwirtschaft betreiben können.
Zurzeit können sich diese kleinbäuerlichen Familien, durch ihre Ernteerträge
und den Verkauf ihrer Lebensmittel, noch nicht ausreichend ernähren. Die
Modernisierung muss also bewirken, dass die Produktionskosten der Bauern
gedeckt werden können und standortgerechte Landwirtschaft betrieben werden
kann. Diese beinhaltet eine Mischung aus konventioneller Landwirtschaft und aus
dem nachhaltigen, ökologischen Landbau. Auf diese Weise würde die Armut über
längere Zeit hinweg gemildert werden können. Durch höhere Erträge und damit
verbundene höhere Einnahmen wäre es zudem möglich, Arbeitskräfte anzustellen
und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es wäre allerdings auch ein
wirtschaftlicher Strukturwandel nötig, der die zu kleinen Flächen vergrößern
kann.
Zuerst ist
es also wichtig, eine Produktivitätssteigerung zu erzielen, wozu
standortgerechte Strategien entwickelt werden müssen.
Standortgerechte
Strategien können zum Beispiel das Anbauen von Mischkulturen, sowie das
Ecofarming oder die permakulturelle Gestaltung der Landwirtschaft sein. Diese
Methoden zielen darauf, mit einem möglichst geringen Fremdmitteleinsatz und
einer nachhaltigen Nutzung des Bodens, sowie allen anderen Ressourcen,
erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben. Für die Kleinbauern in den
Entwicklungsländern würde beispielsweise das Ecofarming nur einen geringen
Kapitaleinsatz bedeuten, aber stabile Ernteerträge.
An die
Landwirtschaft werden dabei viele Anforderungen gestellt, wie etwa die
kulturelle und biologische Vielfalt zu erhalten und die Umwelt zu schützen. Zu
dem Schutz der Biodiversität, also der Biologischen Vielfalt gehört es zum
einen, die Vielfalt an Ökosystemen und zum anderen, die Artenvielfalt zu
schützen, da sich Artenbestand, Wasserkreislauf und Tierbestand immer weiter
verändern. Die Umwelt soll durch die Landwirtschaft weniger belastet werden,
was zum Beispiel keinen oder einen sparsamen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
und Pestiziden bedeutet, sowie den Schutz der Bodenfruchtbarkeit und den Erhalt
der Naturräume.
Außerdem
müssen gerechte Löhne gezahlt werden können. Dabei wird die Landwirtschaft
durch den Entwicklungsstand des jeweiligen Landes teilweise eingeschränkt, da
zum Beispiel keine ausreichende Modernisierung stattfinden kann, aufgrund
geringer Kapitale oder unzureichender Bildung. Unter diesen ganzen Bedingungen
müssen jedoch trotzdem genügend Erträge erwirtschaftet werden, um die
Bevölkerung zu ernähren.
Reisanbau in Indien
Der
gewünschte, ökologische Landbau ist aber nicht immer möglich, vor allem in
diesen ärmeren Ländern. Er würde den Verzicht auf beispielsweise Pestizide und
grüne Gentechnik bedeuten, sowie hohe Tierschutzstandards vorschreiben, was
sich die Bauern nicht immer leisten können. Auch ein Problem ist, dass das
Wissen über ökologische Methoden nicht ausreichend verbreitet wird. Oft sind
die Bauern unwissend und können nicht darüber urteilen, welche Alternativen
Erfolg versprechen, wodurch sie weiterhin konventionelle Landwirtschaft
betreiben. Dabei gibt es Möglichkeiten, wie die Push-Pull Methode oder das
System of Rice Intensification (SRI), die zunehmend durch die Bauern selbst
verbreitet werden.
Darum ist
je nach Region eine Mischung zwischen konventioneller und ökologischer
Landwirtschaft notwendig. Dazu kommt, dass das traditionelle Wissen genutzt
werden sollte um neue Produktionstechniken zu entwickeln, wobei die Umwelt
nicht außer Acht gelassen werden sollte, sowie das Anpassen an die sich
verändernden Marktbedingungen. Das Ziel dabei ist die Selbstversorgung des
Landes zu erreichen.
Landwirtschaft in Vietnam
Es ist
allerdings zu beachten, dass immer wieder neue Probleme auftreten und die
Lösungsansätze gefährden können, wie zum Beispiel der Klimawandel, an den die
Anbaumethoden angepasst werden müssen, denn nur wenn das geschieht, können die
natürlichen Ressourcen geschützt werden. Auch ist ein Problem, dass die Ressourcen
aufgrund der wachsenden Bevölkerung und ihren wechselnden
Ansprüchen immer mehr in Anspruch genommen werden müssen. Dadurch entsteht ein
Konflikt zwischen dem Naturschutz und der immer größer werdenden Anbaufläche, wofür zum Beispiel große Teile des
Regenwaldes abgeholzt werden. Die Produktionssteigerung auf oft zu kleinen
landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ist ebenfalls eine Herausforderung an die Agrarwirtschaft.
Einbindung in den internationalen
Handel
Der
internationale Handel kann in Schwellen- und Entwicklungsländern dazu
beitragen, das Hungerproblem zu minimieren, da Defizite oder Überschüsse in der
landeseigenen Produktion ausgeglichen werden können.
Allerdings
müssten die betroffenen Länder dafür richtig in den internationalen Markt eingebunden
werden und nicht ausgeschlossen, was aber dadurch passiert, dass die
Industrieländer ihre subventionierten Produkte billiger verkaufen können als
die Entwicklungsländer. Dadurch ist keine Marktgerechtigkeit vorhanden und
Kleinbauern haben kaum eine Möglichkeit, vom internationalen Handel zu
profitieren, da sie auch von der Regierung kaum unterstützt werden.
Zudem gibt
es in den Entwicklungsländern das Problem der Nachernteverluste, also Verluste
während der Ernte und dadurch, dass etwas von den Erträgen bei der Lagerung
oder Verarbeitung für den Handel verdirbt. Es müsste in eine bessere Ernte- und
Nacherntetechnik investiert werden, sowie in die Infrastruktur, den Transport,
die Verarbeitung und Verpackung. Auch müsste die schlechte Logistik verbessert
und mehr Marktinformationen vermittelt werden.
Deshalb ist
es für die Kleinbauern der Entwicklungsländer eher von Bedeutung, sich auf
lokalen und regionalen Handel zu konzentrieren.
Klimatische Besonderheiten
Um die
klimatischen Besonderheiten in den Entwicklungsländern aufzuzeigen, werden sie
an den Beispielen von Afrika und Asien erläutert.
Afrika
Afrika wird
von den Tropen und den Subtropen, also zwei Klimazonen durchlaufen. Im Norden
Afrikas, in der subtropischen Klimazone, befindet sich die Sahara. Dort
herrscht ein arides Kima, was eine das ganze Jahr über andauernde Trockenheit
und sehr wenig, beziehungsweise gar keinen Niederschlag bedeutet.
Das
folgende Klimadiagramm zeigt die Temperatur und den Niederschlag in Kairo, also
im Norden Afrikas.
Da in
dieser Klimazone fast ausschließlich Wüsten und Halbwüsten vorhanden sind, gibt
es kaum Möglichkeiten, die Fläche Landwirtschaftlich zu nutzen. Es gibt nur
einige Regionen, in denen Dattelpalmen gepflanzt und Kamele gehalten werden.
Entlang des Nils befinden sich außerdem Gebiete, in denen Baumwolle angebaut
wird.
In der
Mitte Afrikas, durch die der Äquator verläuft, herrscht tropisches Klima.
Hierbei wird unterschieden zwischen aridem, semiaridem, semihumidem sommerfeuchten
und humidem Klima.
Im Bereich
der ariden Klimazone gibt es die Dornstrauchsavanne und die Trockensavanne. In
diesen Gebieten werden Rinder gehalten und vereinzelt auch Schafe. Zudem
besitzen die Bauern Kleinvieh, zum Großteil für den Eigenbedarf. Außerdem wird
Ackerbau betrieben, es werden Erdnüsse, Baumwolle, Zuckerrohr und Reis
angebaut.
In der
semiariden Zone, in der es mehr Niederschlag als in der ariden Zone gibt, befinden
sich größere Gebiete der Trockensavanne, mit zum Teil tropischem Regenwald.
Hier wird mehr Ackerbau betrieben, als in der ariden, tropischen Klimazone. Es
wird neben den Lebensmitteln der ariden Zone auch noch Mais, Tabak und Tee
angebaut.
Auf die
semiaride folgt die semihumide sommerfeuchte Klimazone. Dort befindet sich die
Feuchtsavanne, in der Rinder, Schweine und Kleinvieh gehalten werden. Außerdem
wird verstärkt Ackerbau betrieben, angepflanzt werden Kaffee, Kakao, Erdnüsse, Baumwolle,
Zuckerrohr und Ölpalmen.
In der
Humiden, also der feuchten Zone, die den tropischen Regenwald und feuchten
Monsunwald einschließt, gibt es zahlreiche Ölpalmenplantagen. Des Weiteren wird
Ackerbau betrieben. Gepflanzt werden Bananen, sowie Kaffee- und Kakaobäume am
Rand des tropischen Regenwaldes. Kokospalmen und Kautschuk gibt es eher im
Regenwald.
Das
folgende Klimadiagramm zeigt die Temperatur und die Niederschlagsmenge in
Kongo, also in der humiden tropischen Klimazone Afrikas.
Im Norden
und im Süden Afrikas erstreckt sich in der subtropischen Klimazone außerdem
noch der semiariden bis semihumiden Bereich. Dort gibt es im Norden Winterregen
und im Süden einen Bereich mit Winter- und einen mit Sommerregen. Hier kann im
Gegensatz zur ariden Zone mehr Nahrungsmittelproduktion stattfinden. Es wird
zum Beispiel viel Weizen angebaut. Zudem gibt es Weinanbaugebiete,
Zitrusfrüchte und Zuckerrohr. In der Zone des Sommerregens bestehen weitläufige
Reisanbaugebiete. Auch werden Schafe, Rinder und Kleintiere gehalten.
Das
Klimadiagramm zeigt den Niederschlag und die Temperatur in Casablanca, im
Norden Afrikas. Casablanca liegt in der semiariden bis semihumiden Zone, in der
es Winterregen gibt.
Die
Landwirtschaft in Afrika ist also deutlich durch das Klima bedingt. Sie muss
jeder bestimmten Klimazone und dem dort vorhandenen Boden angepasst werden, was
sie deutlich einschränkt.
Asien
In Asien
gibt es ebenfalls eine subtropische und tropische Klimazone, es kommt
allerdings noch eine warmgemäßigte Zone der Mittelbreiten hinzu. In dieser Zone
liegt beispielsweise Gobi. Dort herrscht arid bis semiarides Klima, es ist also
sehr trocken. Darum werden in diesem Gebiet vorwiegend Tiere gehalten, wie
Schafe und Ziegen. Ackerbau ist kaum möglich, da entweder Halbwüsten
beziehungsweise Wüsten oder Steppen vorhanden sind.
In Asiens
Subtropen, zum Beispiel dem Hochland von Tibet, ist es ebenfalls nur sehr
eingeschränkt möglich, Landwirtschaft zu betreiben, da die Landschaft von
Hochgebirgen durchzogen ist.
Dadurch
wird deutlich, dass auch in Asien nur bedingt Landwirtschaft betrieben werden
kann, da viele Gebiete höchstens zur Viehhaltung geeignet sind.
Nachhaltigkeit
Da das Land
den Menschen in vieler Hinsicht Nutzen bringt, muss auch auf dessen Schutz
geachtet werden. Auf dem Land wird nicht nur Ackerbau betrieben oder Tiere
gehalten, es bietet auch Bodenschätze und Platz für Menschen, sich anzusiedeln.
Dadurch
können Interessenkonflikte entstehen, welche in den Entwicklungs- und
Schwellenländern zu verhindern versucht werden müssen. Damit sich die
Landschaft nachhaltig entwickeln kann, muss die landwirtschaftliche Nutzung
einige Bedingungen erfüllen.
Dazu zählt
zum einen die Ernährung der Bevölkerung langfristig zu sichern, auch für die
nächsten Generationen. Neben diesem Recht auf Nahrung, das den Menschen gewährt
werden soll, muss die Umwelt geschützt und die Ressourceneffizienz gesteigert
werden. Das bedeutet, dass die Vielfalt der Natur nicht zerstört werden soll,
also die Lebensräume der verschiedenen Pflanzen und Tiere. Die
Ressourceneffizienz zu steigern heißt, Ressourcenschonend zu produzieren, wofür
die Erfahrung und das Wissen auf diesem Gebiet weitergegeben werden müssen.
Außerdem
gilt es, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern beziehungsweise zu erhalten.
Dafür sollte auf einen sparsamen Umgang mit Pestiziden und
Pflanzenschutzmitteln geachtet werden, die die Bodenfruchtbarkeit
verschlechtern können. Stattdessen gibt es die Möglichkeit ökologische Methoden
zu nutzen, zum Beispiel durch Striegeln oder Abflammen das Unkraut schonend zu
entfernen. Insgesamt sollte der Fremdmitteleinsatz gering gehalten werden, also
auch das Einsetzen von Kunstdüngern. Auch die pfluglose Bodenbearbeitung stellt
Vorteile dar, da Bodenlebewesen geschont werden, die für den Erhalt der
Bodenfruchtbarkeit sorgen.
Wichtig
sind standortgerechte Agrarkonzepte, die dem Klima und dem Boden angepasst
sind.
Beispiele
Sarwan
in Indien
In Sarwan
in Indien herrscht das Jahr über unterschiedliches Klima. Es gibt zum einen
Dürreperioden, zum anderen Regenzeiten, die Überschwemmungen hervorrufen
können. Die Menschen, die in dieser Region Landwirtschaft betreiben, haben sich
diese Wechsel zu Nutzen gemacht. Während der Regenperioden speichern die
Menschen Regenwasser, womit sie dann während den trockenen Zeiten ihre Felder
bewässern.
Dadurch
können Ernteverluste durch klimatische Bedingungen abgemildert werden und es
kann über einen größeren Zeitraum zum Beispiel Mais und Reis angebaut werden.
Außerdem
werden Bäume gepflanzt, die dafür sorgen, dass der Boden während starken
Regengüssen nicht weggeschwemmt wird.
Außerdem
praktizieren sie ökologische Methoden, die den Weizen schützen und den
Reisanbau fördern. Notwendiges Wissen erhalten sie in Kursen, die Methoden für
nachhaltige Landwirtschaft weitervermitteln.
Zudem
nutzen die Menschen verstärkt organischen statt Kunstdünger, wodurch sie die
Umwelt schonen und geringere Ausgaben haben.
Indem die
Ernteerfolge steigen und es den Bewohnern dadurch, dass sie mehr Lebensmittel
auf dem lokalen Markt verkaufen können, finanziell besser geht, wird deutlich,
dass sie von der standortgerechten Landwirtschaft profitieren.
Kenia in
Afrika
Ein
weiteres Beispiel für eine ökologisch nachhaltige Anbaumethode, ist die in
Kenia angewandte Push-Pull-Methode, durch die der Mais ohne
Pflanzenschutzmittel und Pestizide vor Hexenkraut und Motten geschützt werden
kann. Dabei wird Napier um die Maisfelder herumgepflanzt, die die Motten aus
dem Feld locken. In das Feld wird Desmodium gepflanzt, welches den Boden Düngt
und gleichzeitig Schmarotzerpflanzen wie das Hexenkraut unterdrückt.
Auch in
diesem Beispiel werden die Informationen über die Methode von den Bauern an
Informationstagen weitergegeben. Zu Beginn erfordert die Push-Pull-Methode zwar
ein größeres Startkapital, bringt aber später fünfmal mehr Ertrag ein, als
herkömmlicher Anbau.
Quellen
- Welternährung – Welche Verantwortung hat Europa?;
DLG-Verlag GmbH; Archiv der DLG, Band 106; Seite 41-53
- http://www.wissen.de/lexikon/gruene-revolution
- http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/gruene-revolution.html
- http://www.pflanzenforschung.de/wissenalphabetisch/detail/gruene-revolution
- http://de.wikipedia.org/wiki/Ackerbau#Ecofarming
- http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur
- http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologische_Landwirtschaft
- http://www.bfn.de/0304_biodiv.html
- http://www.pflanzenforschung.de/journal/aktuelles/verschwendung-und-verluste-fuehren-zu-nahrungsknappheit
- http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/hunger-und-gentechnik.html
- pdf Datei des Greenpeace Magazins vom 05. 2001:
Ein Kraut gegen Motten und Gentech
- Diercke Weltatlas, Westermann, Ausgabe 2, 5.
aktualisierte Ausgabe 2002
- Werte der Klimadiagramme:
- http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/bilder/1835-1.jpg
- http://www.diercke.de/bilder/omeda/800/3271E_1.jpg
- http://www.klimadiagramme.de/Plots/Afrika/casablanca.gif
- http://www.nachhaltige-landwirtschaft.info/
- http://www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/ressourceneffizienz/ressourcennetzwerk/doc/38933.php
- Bilder
- http://people.exeter.ac.uk/nkjdatta/photos/abroad/laos/market3.jpg
- http://s3.frank.itlab.us/photo-essays/small/dec_25_planting_rice.jpg
- hd/Countries_of_the_World/Asia/Vietnam/Food_and_Agriculture_in_Viet_Nam.jpg
Von Dajana Komp






Aufgabenstellung:
AntwortenLöschenGeschichtlicher Abriss (Grüne Revolution u.a.) und Ursache des Hungers in diesen Ländern. Lösungsansätze, ihre Probleme und ihr Potenzial. Einbindung in den internationalen Handel (Vermarktung, Veredelung, Selbstversorgung, Konkurrenz, Subventionen). Klimatische Besonderheiten und Nachhaltigkeit. Beispiele vorstellen (auch über den Text hinaus). Die genaue Angabe der Quellen ist erforderlich.