Von: Pia Charlotte Jahn
Stoffe die die Pflanze zum Wachstum braucht:
Durch Luft und Regen erhält die Pflanze die wichtigen Nährstoffe Kohlendioxid und Wasser. Durch ihre Wurzeln nimmt die Pflanze noch
weitere Haupt- und Spurennährstoffe über den Boden auf, die sie für ihr Wachstum braucht. Diese Nährstoffe stammen aus mineralischen und organischen ( Humus) Bestandteilen des Bodens und liegen in unterschiedlicher chemischer Form vor. Damit die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen diese in der Bodenfeuchtigkeit gelöst sein. Je nach Bodenart und Humusversorgung ist die Nährstoffzusammensetzung und das Nährstoffangebot unterschiedlich.
Hauptnährstoffe & ihre Bedeutung für die Pflanzen
Die Hauptnährstoffe werden von der Pflanze in großen Mengen benötigt. - Stickstoff (N);,,Motor des Wachstums" ( Längenwachstum und Blattwachstum)
- Phosphor (P); Blüten- und Samenbildung, Wachstum der Keimwurzeln
- Kalium (K); Steuerung des Wasserhaushalts, Festigung der Frosthärte, Aromasteigerung von Obst und Gemüse
- Magnesium (Mg); Bestandteil des Blattgrüns, wichtig für viele Stoffwechselvorgänge
- (P),(K), (Mg); fördern mehr das generative Wachstum, also die Blüten-und Fruchtbildung
- Schwefel(S); Energiestoffwechsel, Bildung von Aminosäuren
- Calcium (Ca); Regelung der wichtigen Lebensvorgänge beteiligt; Atmung, Zellteilung, Zellstreckung, Regelung der Nährstoffaufnahme, Transpiration und Krümelbildung
Spurennährstoffe & ihre Bedeutung für die Pflanzen
Werden von der Pflanze in kleineren Mengen benötigt.- Eisen (Fe); Bestandteil des Blattgrüns, Photosynthese
- Mangan (Mn); Atmungszyklus, Photosynthese, Kohlenhydrat- Stoffwechsel, Bildung von Aminosäuren, Wasserhaushalt der Pflanzen und den Längenwachstum
- Zink (Zn); Zell-und Wachstumsprozessen beteiligt
- Kupfer (Cu); Photosynthese, Atmung, Fortpflanzung,Proteinbildung, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten
- Bor (B); Ausbildung der Feinstruktur der Zellwand, und fördert Blüten- und Fruchtbildung
Ansprüche an Düngemittel, langfristige Wirkung und Kosten/ Nutzenanalyse
Dünger bzw. Düngemittel sind Stoffgemische die in der Landwirtschaft und im Gartenbau dazu dienen, das Angebot von Nährstoffen der Kulturpflanzen zu ergänzen. Da die von den Pflanzen benötigten Grundnährstoffe und Spurenelemente oftmals nicht in der optimalen Form und Menge im Boden bereitstehen, können durch gezielte Düngung schnelleres Wachstum, höhere Erträge und verbesserte Qualitäten erzielt werden. Düngemittel werden unterschieden in organische Dünger und mineralische Dünger.Mineralische Dünger, die auf Basis von chemischen Stoffen hergestellt werden, besitzen vor allem die Eigenschaft ihre Wirkung wesentlich schneller zu entfalten, als die der organischen Dünger. Bei den organischen Düngern handelt es sich um eine natürliche Form des Düngens( Kompost).
Da die Nährstoffe nicht sofort zur Verfügung für die Pflanzen stehen, wirken organische Dünger langsam. Die Umwandlung der organischen Stoffe in pflanzenverfügbare Nährstoffe ist ein langsamer Prozess. das Bodenleben wird dabei aktiviert und die Bildung von Humus nachhaltig gefördert. Die Nährstoffe stehen den Pflanzen lange zur Verfügung, somit ist das einsetzen von organischen Dünger längerfristig gesehen die bessere Variante.
Nachteil der organischen Dünger sind die Kosten. Sie sind anfänglich meist teurer. Aber auch hier rentiert es sich auf längerer Sicht. So günstig mineralischer Dünger anfänglich ist und so hoch anfänglich auch die Erträge sein mögen, nach und nach sinkt der Ertrag wieder sodass immer mehr Dünger benötigt wird und der Preis steigt von mineralischen Düngern von Jahr zu Jahr, ein Teufelskreis aus dem viele Bauern, vor allem aus der dritten Welt, nicht mehr herauskommen und der sie sogar teilweise in den Bankrott treibt. „Als wir dann begannen, zusätzlich Dünger einzusetzen, wuchs unsere Ernte enorm. Doch bald sank der Ertrag wieder, so dass wir immer mehr Dünger pro Hektar benötigten. Nach 30 Jahren habe ich hundertmal so viel gestreut wie am Anfang. Und dabei ist der Dünger inzwischen dreimal so teuer. Wir machten alle Verluste und mussten doch immer mehr Chemie einsetzen, sonst blieb nicht genug zum Essen und für das Saatgut des nächsten Jahres übrig." (Quelle: Gute Botschaft aus Bangladesch von Mark Lynas und Karen Robinson/ Panos Pictures aus dem Greenpeace Magazin 5/01)
Traditionelle Düngeverfahren
Die ältesten Düngemittel sind Ausscheidungen von Mensch und Tier. Schon im alten China wurden menschliche Exkremente gesammelt und auf den Feldern verteilt.
Die sogenannte "Gründüngung" mit stickstoffsammelnden Pflanzen, die dann untergepflügt wurden, ist spätestens seit den Römern bekannt. Als Brache bezeichnet man das Verfahren indem der Boden ein Jahr nicht genutzt wird, damit die Anbaufläche sich regenerieren kann. Durch die Verwitterung lösen sich Mineralien im Boden und stehen so dem Ackerbau wieder zur Verfügung.
Die spätmittelalterlichen Alchemisten begannen mit Forschungen im Bereich der künstlichen Düngung, um die Erträge der Landwirtschaft zu steigern.
Im 19. Jahrhundert kam der Visionär der Agrikulturchemie, in Darmstadt geboren, Justus Liebig ( 1803-1873) zur Erkenntnis, das anorganische Stoffe die Nährstoffe der Pflanzen sind. Schon 1840 formulierte er:
"Als Prinzip des Ackerbaus muss angesehen werden, dass der Boden in vollem Maße wiedererhalten muss, was ihm genommen wurde; in welcher Form des Wiedergeben geschieht, ob in der Form von Exkrementen, oder von Asche oder Knochen, dieses ist wohl gleichgültig. Es wird eine Zeit kommen, wo man den Acker, wo man jede Pflanze, die man darauf erzielen will, mit dem ihr zukommenden Dünger versieht, den man in chemischen Fabriken bereitet."
Liebigs Werk " Agriculturchemie" bereitete den Weg für alle wesentlichen Entdeckungen der Düngemittelindustrie. Adolph Frank ( 1834-1916) gelang es Kalisalze für die Landwirtschaft zu erschließen. Das im Kalisalz gebundene Kalium ist ein wichtiger Nährstoff der Pflanzen. Wilhelm Ostwald ( 1853-1932) schuf die Ammoniaksynthese. Allerdings nicht industriell umsetzbar, erst 13 Jahre später konnte man Ammoniak, die Vorstufe für den Stickstoff, in ausreichenden Mengen herstellen. Stickstoffdünger ist noch heute der wichtigste Mineraldünger.
Die Forschungen von Justus Liebig
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Stickstoff, Kalium, Phosphor, Natrium, Calcium, Magnesium, Eisen und Kupfer.
Somit sind für das Wachstum der Pflanzen Salze von Bedeutung, welche Stickstoff-,Kalium- und Phosphoratome enthalten. Diese benötigen sie für ihren Stoffwechsel zum Aufbau von Eiweißen, Enzymen und Chlorophyll.
Grüne Revolution
Als ,,Grüne Revolution" wird die Einführung von neuen Technologien in der Landwirtschaft in den Entwicklungsländern bezeichnet. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts begann man mit der Entwicklung moderner landwirtschaftlicher Hochleistungs- bzw. Hochertragssorten ( Weizen, Mais und Reis). Auf der einen Seite kam es dadurch zur Verbesserung der Ernährungssituation vieler Menschen, besonders in Asien. Auf der anderen Seite aber, sind gravierende Umweltschäden in vielen Ländern die Folge.Perspektiven der Pflanzendüngung
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| http://www.bauernhof.net/images/photo/pflug_packer2.jpg |
Die Perspektiven, in naher Zukunft, für die Landwirtschaft im Bereich der Pflanzendüngung sind durch viele Faktoren beeinflusst. Fakt ist, die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Die Weltbevölkerung steigt jährlich um 70 bis 80 Mio. Menschen, somit muss auch die Lebensmittelproduktion steigen. Hinzu kommt der Klimawandel, umweltschonende Produkte und Düngeverfahren sind gefordert. Bisher wurde in der Landwirtschaft nicht sehr auf den Boden geachtet, da es immer noch genug fruchtbaren Boden gab zu dem man ausweichen konnte. Es wurde gerodet, gepflügt bis der Boden ausgelaugt war, weil es billiger ist neues Land zu roden, als altes zu pflegen.
Heute aber, ist die weltweite Anbaufläche von eineinhalb Milliarden Hektar nicht mehr zu steigern. Man muss aufhören die Landwirtschaft als einen Wirtschaftszweig unter all den anderen zu betrachten. Die Kornkammern der Erde, die Lössböden Nordamerikas, Europas und Chinas, lassen sich bewirtschaften, wenn man schonend vorgeht und etwa auf das Pflügen verzichtet. Dezentral, ökologisch und arbeitsintensiv müsse die Landwirtschaft werden, so David R. Montgomery in seinem Buch ,,Dreck oder warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert".
Quellen:
http://www.neudorff.de/pflanzenpflege/duengung/alles-ueber-naehrstoffe/naehrstoffbedarf.html
http://www.hortipendium.de/Düngung_im_Hausgarten
http://www.gruenertiger.de/Kupfergartengerate/Lebenslange_Garanatie/Kupfer_und_Wachstum/kupfer_und_wachstum.html
http://www.initiative-zink.de/pures-leben/zinkmangel/bei-pflanzen.html
http://www.pflanzenforschung.de/wissenalphabetisch/detail/gruene-revolution
http://de.wikipedia.org/wiki/David_R._Montgomery
http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/landwirtschaft/anbaumethoden/pflanzingdoping.jsp
http://de.wikipedia.org/wiki/Dünger


Aufgabenstellung:
AntwortenLöschenStoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen, sind, mit ihren jeweiligen Bedeutungen für die Pflanze, darzustellen. Unterschiedliche Düngeverfahren sind zu erläutern und zu vergleichen. Hierbei soll unter anderem berücksichtigt werden: Ansprüche an Düngemittel, langfristige Wirkungen, Kosten/Nutzen-Analyse. Der geschichtliche Aspekt ist entsprechend darzustellen: traditionelle Düngeverfahren, Forschungen von Justus Liebig, Grüne Revolution, Perspektiven der Pflanzendüngung. Die genaue Angabe der Quellen ist erforderlich.