Cinzia Torri
Bodenfruchtbarkeit – Klärung des Begriffs
Der Begriff Bodenfruchtbarkeit ist die Fähigkeit eines Bodens, regelmäßig Pflanzenerträge von hoher Qualität zu erzeugen.
Die Höhe der Fruchtbarkeit eines jeweiligen Bodens, lässt sich am Ertrag messen.
Es gibt zwei verschiedene Böden an denen man den Ertrag messen kann:
- Naturböden -> Das Maß ist der Ertrag des jährlichen Zuwachses an organischer Substanz
- natürliche Bodenfruchtbarkeit-> Die natürliche Bodenfruchtbarkeit entsteht durch pflanzliche Nährstoffe.
- landwirtschaftlich genutzte Böden ->Der jeweilige Ernteertrag ist das Maß der Fruchtbarkeit.
- erworbene Bodenfruchtbarkeit -> Die erworbene Bodenfruchtbarkeit entsteht durch chemische Nährstoffe.
Ein fruchtbarer Boden kann die Wurzeln seiner Pflanzen gut mit Nährsalzen, Wasser und Luft versorgen.
Wie fruchtbar ein jeweiliger Boden sein kann, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab:
- Bodenart
- Luft- und Wasserführung
- Humusgehalt
- Bodenaktivität
- Klimafaktoren
Die Art des Bodens spielt eine grundlegende Rolle für die Bodenfruchtbarkeit.
Der Boden wird dafür in zwei Bodenarten eingeteilt.
Das sind die Grob- und Feinböden.
Die Feinböden werden dann nochmals in Sand-, Schluff- und Tonböden eingeteilt.Alle drei Bodenarten besitzten verschiedene Eigenschaften wie zum Beispiel die Durchlüftung, das Wasserhaltevermögen und der Nährstoffgehalt.Die Schluffböden nehmen dabei die Mittelstellung ein. Desahlb sind gemischte Böden (Schluffböden) mit ausgeglichener Körnung für landwirtschaftliche Nutzung am günstigsten.
Außerdem ist die Luft- und Wasserführung besonders wichtig für die Bodenfruchtbarkeit. Wasser und Durchlüftung müssen in einem ausgeglichen Maß für die Wurzeln der Pflanzen zur Verfügung stehen.
Das gilt auch für den Humusgehalt des Bodens, welches abgestorbenes und umgewandeltes pflanzliches oder tierisches Material ist. Humus bedeutet auf latein feuchter, fruchtbarer Boden.Der Humusgehalt ist deshalb eine Vorraussetzung für einen fruchtbaren Boden.
Ein Boden mit hoher Aktivität ist auch gefragt. Unter Bodenaktivität sind Bodenlebewesen insbesondere die Regenwürmer gemeint, die organisches Material aufnehmen, durchmischen und verändert wieder ausscheiden. Dabei entsteht ein nährstoffreiches Krümel- und Wurmlosungsgefüge mit Ton-Humus-Komplexen, in denen organische und mineralische Bodenbestandteile gemischt sind und dies wirkt sich erneut sehr positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus.
Es ist wichtig, dass ein Boden nicht schädliche beziehungsweise wachstumshemmende Stoffe enthält, den diese machen den Boden unfruchtbar. Ein letzter auch wichtiger Faktor ist das Klima.Während der gesamten Vegetationsperiode muss es ausreichend Wärme und Niederschläge geben, damit ein fruchtbarer Boden entstehen kann.
Allgemein kann man sagen, dass feuchte und gut durchlüftete Böden ideal für eine hohe Bodenfruchtbarkeit sind.Ein hoher Humusgehalt und eine starke Bodenaktivität sind demnach eine Vorraussetzung. Unterstützt wird diese Entwicklung durch angenehme klimatische Bedingungen.
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| Ein fruchtbarer Boden |
Die Bedeutung der Bodenfruchtbarkeit für die Bodennutzung
Der Boden, der uns Nahrung liefert ist fruchtbar.
Wenn ein Boden nicht fruchtbar ist, kann er keine Nahrung liefern.
In verschiedenen Gebieten auf unserer Erde, aber hauptsächlich in Afrika hat die Fruchtbarkeit des Bodens abgenommen. Dementsprechend fehlt der afrikanischen Bevölkerung lebensnotwendige Nahrung. Die Bodenfruchtbarkeit hat also eine wesentliche Bedeutung für die Bodennutzung, denn wenn der Boden unfruchtbar ist, dann ist er wie "tot" und etwas "totes" kann nicht mehr genutzt werden. Es sei denn,es werden Maßnahmen durchgeführt, welche den Boden wieder fruchtbar machen können.
Den Boden kann man auch "toter Boden" nennen, da Lebewesen in einem, unfruchtbaren Boden nicht leben können. Der Boden wird wie Stein, hart und wasserundurchlässig.
Ein fruchtbarer Boden ist jedoch ein lebender Boden, da er organische und anorganische Substanzen enthält und diese eine Voraussetzung für die Nutzung des Bodens sind.
Nahrung kann dann nachhaltig produziert werden und dementsprechend Lebewesen am Leben halten.
Gründe für die nachlassende Bodenfruchtbarkeit
Es gibt vier wesentliche Gründe für die nachlassende Bodenfruchtbarkeit Afrikas.
Ein wesentlicher Faktor ist das Bevölkerungswachstum. Jahrzentelang wurde mit tierischen Mist gedüngt, dies ist heutzutage nicht mehr möglich, da die Bevölkerungszahl gestiegen ist und jede Familie nur zwei bis drei Tiere halten kann. Um Viehdünger zu erhalten, benötigt man jedoch mindestens fünfzehn Nutztiere pro Familie. Deshalb mangelt es dem afrikanischen Boden an organischer Substanz. Auch das Brachliegenlassen ist heutzutage in afrikanischen Gebieten nicht mehr möglich, da die bereits besetzten Ackerflächen kaum Ernteerträge zur Verfügung stellen. Außerdem müsste sich der Boden für mindestens fünfzehn Jahre erholen, um wieder fruchtbar zu sein. Ein dritter Grund sind die teuren chemischen Düngemittel, welche Stickstoff enthalten. Diese Mittel sind zum Beispiel für Länder der Sahelzone viel zu kostspielig, da die Kosten für diesen chemischen Dünger höher sind, als die Ernteerträge, welche durch diesen Dünger erzielt werden. Der Boden benötigt jedoch Stickstoff um fruchtbar zu sein. Ein letzter Grund, der auch zu beachten ist, ist der Klimawandel. Dieser Klimawandel wirkt sich sehr negativ auf die Böden und dessen Fruchtbarkeit aus. Es regnet in unregelmäßigen Zeiten. Deshalb weiß der Bauer heutzutage nicht genau wann er sein Feld bestellen kann. Zum einen werden die Ernteerträge dadurch geringer und zum anderen wächst die natürliche Vegetation langsamer. Dies wirkt sich dementsprechend negativ auf die Bodenfruchtbarkeit aus. Aufgrund dieser sich auf die Fruchtbarkeit des Bodens negativ auswirkenden Faktoren, ist die Nahrungsmittelerzeugung in Afrika gesunken.
Lösungsansätze
Es gibt verschiedene Lösungen, die nicht nur der nachlassenden Bodenfruchtbarkeit entgegenwirken sollen, sondern auch der bereits anstehenden Hungersnot Afrikas verhelfen sollen.
Eininge von ihnen sind jedoch kaum realisierbar.
Die Idee chemischen Dünger zu sanktionieren, ist ein Besipiel dieser nicht erreichbaren Lösungen.
Andere Lösungen wie die Verwendung von Dung(Kot von Pflanzenfressern)oder Kompost (humusreiches Rottenprodukt aus organischen Abfällen) wirken in manchen Gebieten der Erde nicht, da es nirgendwo genug Dung gibt und Kompost zwar ein ausgezeichnetes Düngemittel ist,jedoch für den Anbau von Mais oder Hirse viel zu mühsam ist.
Es gibt jedoch eine Lösung, die zum Beispiel die afrikanische Bodenunfruchtbarkeit nachhaltig beheben könnte. Außerdem ist diese Lösung sehr günstig und umweltfreundlich.
Genannt wird diese Lösung:
- Gründüngung oder Deckfrucht
Pflanzen werden gemäht und dann untergepflügt, aber nur solange sie noch grün sind, deshalb nennt sich diese Düngungsmethode "Gründüngung"
Bäume und Feldfrüchte sind die einzigen Mittel, die dazu benötigt werden. Pflanzen werden wachsen gelassen. Ihre Blätter stellen die Fruchtbarkeit dann wieder her und dies sogar nachhaltig. Der Boden wird sozusagen regeneriert.
Im afrikanischen Tiefland wird dieses System am besten in drei Schichten eingeteilt.
- Untersaat (Bohnen)
- Deckfrucht (Mais)
- Überdachung (Bäume*)
(15% Schatten = 50% mehr Nahrung)
Warum ist diese Methode positiv?
Diese Methode ist positiv zu bewerten, da sie dem Boden pro Hektar bis zu 60 Tonnen organischen Dünger (Nassgewicht) liefern kann. Außerdem hat sie verschiedene Vorteile:
- Fähigkeit Wasser zu speichern
- Besitzt einen hohen Nährstoffgehalt
- Ermöglicht die Weichheit des Bodens
- Besitzt eine hohe Wasserdurchlässigkeit
- Hat ein geringes Säuregrad
Im weiteren liefert dieses Beflanzungssystem hohe Mengen an Stickstoff, keine Transportkosten und eine Verringerung von Herbiziten, da sie als Pestizide gegen Würmer und andere Insekten wirken.
Außerdem können Bauern auf eine nicht wendende Bodenbearbeitung umteigen, dadurch steigt die Produktivität und die Erosion sinkt.
Zum Schluss noch ein sehr wichtiger Punkt, ist der positive Einfluss auf den Klimawandel. Da der Boden mehr Wasser speichern kann, mangelt es ihm nicht, wenn die Vegetationsperiode aufgrund der klimatischen Bedingungen verkürzt wird.
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| Gründüngung (green manure)
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Die nachlassende Bodenfruchtbarkeit in anderen Regionen der Erde - ein Problem für ganze Erde ?
Alle Länder der Welt leiden unter einem sogenannten "Sturm" (siehe Gründe für die nachlassende Bodenfruchtbarkeit). Dort sind jedoch die Industriesektoren groß und das makroökonomische Wachstum ist stark genug, sodass Bauern Arbeit in den Städten finden können.
In Nordafrika zum Beispiel verschlechtern sich die Böden nicht so schnell wie im subhumiden und semiariden Tiefland Afrikas. Dort verlieren die Böden rasant an Fruchtbarkeit. Außerdem mangelt es den Böden in diesen Gebieten an organischer Substanz. Dies zerstört die Produktivität der afrikanischen Böden.
Nachlassende Bodenfruchtbarkeit ist ein größeres Problem als Dürre. Da eine schlechte Bodenqualität eine permanente Vernichtung ihrer Nahrungsmittelversorgung bedeutet. Laut Studienbefragungen besitzten sechs afrikanishe Länder:
- Malawi
- Sambia
- Kenia
- Uganda
- Mali
- Niger
Diese Tragödie kommt dementsprechend auch schnell auf uns zu, wenn nicht etwas dagegen unternommen wird. Deshalb steht nicht nur Afrika unter diesem "Fluch" der nachlassenden Bodenfruchtbarkeit. Die ganze Erde kann in wenigen Jahren unter den Folgen leiden.
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| Armut in Afrika
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http://hypersoil.uni-muenster.de/0/05/17.htm
http://www.so-seidel.de/11A/bodenfruchtbarkeit.html
http://www.bodenfruchtbarkeit.org/652.html
Lage der Welt 2011_Kapitel 5 (1) - Rettung für die Böden - Hilfe für die Menschen



Aufgabenstellung:
AntwortenLöschenBei der Präsentation des Textes ist die Klärung des Begriffs Bodenfruchtbarkeit und seine Bedeutung für die Bodennutzung Voraussetzung. Gründe für die nachlassende Bodenfruchtbarkeit sollen dargestellt und erläutert werden. Lösungsansätze sollen beschrieben und verglichen werden. Der Vergleich der nachlassenden Bodenfruchtbarkeit in anderen Regionen der Erde soll auf die weltweite Bedeutung des Problems hinweisen. Die genaue Angabe der Quellen ist erforderlich.
Ich finde deinen Blog sehr gut und informativ !!! Es ist alles sehr verständlich und ausführlich. Verbindungen mit meinem Thema sind mir insofern aufgefallen, dass du über das Bevölkerungswachstum, Düngemittel und den Klimawandel in Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit behandelst, während ich von diesen Dingen in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und sozialen Lage der afrikanischen Bevölkerung spreche.
AntwortenLöschenKritikpunkte & Fragen:
Deinen ersten Punkt habe ich nicht verstanden: Du leitest ein dass es zwei verschiedene Böden gibt und sprichst dann von JEWEILS von der Bodenfruchtbarkeit - ich hab zuerst nicht verstanden dass jeweils gelb und rot zusammengehört, das hätte man noch deutlicher darstellen können was zu was gehört!
Ansonsten finde ich das ganze vielleicht ein bisschen ZU bunt, das macht es irgendwie schwierig zu lesen, weil man von den Farben abgelenhkt wird.